Zuwachs in den Emmerwiesen

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Die Baumkrone einer Schwarz-Pappel bei der sich langsam die Blätter herausbilden. Im Hintergrund Wiesen und Bäume. Die neue „Freundin“ der Fairtrade-Linde. Links im Hintergrund ist die Fairtrade-Linde zu sehen.

Der vergangene Winter war ziemlich hart. Zwischen den Zimmertemperaturen und den Außentemperaturen betrug der Unterschied an manchen Tagen 40 Grad.1 Einige Pflanzen in meinem kleinen Garten haben den Frost nicht überlebt. Etliche Pflanzen trugen Schäden davon. Sie werden sich aber wieder erholen. Natürlich haben nicht nur die Pflanzen in meinem Garten gelitten. Von einer Baumschule habe ich gehört, dass die Frosttage ihr einen Schaden von vielen Tausend Euro „beschert“ haben.

Ich war daher sehr gespannt darauf, ob und wie die neue Freundin unserer Fairtrade-Linde in Lügde diese kalten Tage überstanden hat.

Vor einiger Zeit hatte ich ja mal geschrieben, dass wir die kleine Fläche, auf der die Fairtrade-Linde steht, nach und nach etwas bereichern möchten.2 Deswegen hatte ich mich auch mit dem Leiter der Biologischen Station Lippe3 in Verbindung gesetzt. Mich interessierte, welche Bäume sich für den Standort eignen. Denn die Fläche befindet sich in der Nähe der Emmer4 und kann, wenn der Fluß Hochwasser führt, auch überflutet werden.

Die Baumkrone einer Linde bei der sich langsam die Blätter herausbilden. Im Hintergrund Wiesen und Bäume. Die Fairtrade-Linde. Im Hintergrund die Emmerwiesen.

Die „Fairtrade-Wiese“ liegt im Randbereich unseres „Central Parks“2 - den Emmerwiesen. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind dort auch große Bäume, mit einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter und mehr eingegangen.5 Darum finde ich es wichtig, dass auch in den Emmerwiesen für Baum-Nachwuchs gesorgt wird.

Für diesen Standort würden sich Bäume eignen, wie sie in einer Hartholzaue6 typischerweise wachsen, erklärte mir der Leiter der Biologischen Station. Ich begann zu recherchieren. Doch schon kurze Zeit später rief er mich an und fragte, ob wir noch an einem Baum interessiert sind. Die Biologische Station plane eine größere Menge Setzlinge zu kaufen, um sie an geeigneten Standorten zu pflanzen. Am 17.12.2020 haben wir uns die Fläche kurz angesehen und schon am 11. Januar 2021 schrieb er mir, dass die Biologische Station dort ein Bäumchen gepflanzt hat.

Danach war ich mehrmals dort um zu schauen, wie es dem Zuwachs in den Emmerwiesen geht – so wie am 1. Mai. Wie heißt es doch so schön in dem Gedicht „Der Mai ist gekommen“?

Die Knospen einer Schwarzpappel Die Knospen der Schwarz-Pappel sind schon sichtbar.

So, jetzt wisst Ihr es, die neue Freundin unserer Fairtrade-Linde ist eine Schwarz-Pappel7 und sie hat die heftigen Frosttage gut überstanden. „Die Schwarz-Pappel wächst als Flussbegleiter in den gemäßigten Klimabereichen weiter Teile Europas. […] Kurze periodische Überschwemmungen stellen kein Problem für das Gedeihen dar. Sie begünstigen sogar ihre Konkurrenzkraft gegenüber den Baumarten der Hartholzaue wie zum Beispiel den Eichen, Ulmen oder der Esche.“7

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ganz herzlich bei der Biologischen Station Lippe3 für die Schwarz-Pappel und für das Pflanzen des Bäumchens bedanken. Alle, die ich bislang auf den Zuwachs aufmerksam gemacht habe, haben sich riesig darüber gefreut.


  1. Mich hat das zum Nachdenken gebracht. Siehe: Priviligiert. [return]
  2. In dem Artikel: Der Central Park von Bad Pyrmont und Lügde, habe ich mal versucht, das ein bisschen zusammenzufassen. [return]
  3. Siehe www.biologischetationlippe.de: Website der Biologischen Station Lippe. [return]
  4. Siehe de.wikipedia.org: Emmer (Weser). [return]
  5. Von einem Beispiel habe ich hier berichtet: Eine weitere Baumgeschichte [return]
  6. Siehe de.wikipedia.org: Hartholzaue. [return]
  7. Siehe de.wikipedia.org: Schwarz-Pappel. [return]