Die Mitarbeiter:innen sollten über den Kunden stehen

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Nahaufnahme von einem Haarring

Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation – etwa so hieß der Titel einer Hausarbeit, die ich vor fast 20 Jahren geschrieben habe. Seitdem beschäftigen mich diese Themen.

Ihr kennt die Redensart: „Der Fisch stinkt vom Kopf.“ Daran ist, bei allem was ich über Mitarbeiter:innenführung gelesen habe, eine Menge dran. Hier drei kurze Artikel die verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass auch die „Köpfe“ einer Organistation gut funktionieren.

Klar, über Mitarbeiter:innenführung zu lesen und zu schreiben ist relativ einfach. Das aber im Alltag gut umzusetzen, ist eine andere Hausnummer. Das ist eine Menge Arbeit – auch an sich selbst.

Zwei Aspekte, die auch in den Artikeln angesprochen werden, möchte ich hier herausstellen:

Denn letztendlich geht es im beruflichen Alltag nicht um die Aussagen, die dein Vorgesetzter trifft. Vielmehr erinnern sich Arbeitnehmer daran, wie sie sich fühlen. 1

Es ist vergleichsweise leicht, Wörter, Sätze, Aussagen zu sortieren. Aber an den Sätzen können bleischwere Gefühle hängen, die wiederum heftige Emotionen verursachen können. Das zu sortieren, ist ungleich schwerer. Soll heißen: Der Kopf kann vielleicht folgen, aber nicht der Bauch.

Ein Beispiel: Der Chef kommt hereingepoltert, sichtbar schlecht gelaunt, haut staccatomäßig Anweisungen raus und stürmt wieder raus – sonst nichts. »Na gut, er ist der Chef, er muss die Richtung vorgeben. Aber diese Art! Und dieser Ton! Unmöglich! Außerdem könnte er seine Entscheidung auch ruhig mal ein bisschen erklären.«

Das ist wahr. Kommunikation heißt nicht, Kommandos zu brüllen. Gute Kommunikation heißt, die Anweisungen zu erklären und zu begründen. Und nicht weniger wichtig ist das Wie. Mit wertschätzender Kommunikation baust du Brücken, mit Kommandos wie oben geschildert, reißt du sie ein.

Mitarbeiter:innen, die die Anweisungen der Chefin, des Chefes nachvollziehen können, sind eher geneigt, sich mit der Organisation zu identifizieren. Für eine gute Motivation der Mitarbeiter:in ist das die Basis. Mangelt es an solchen Grundlagen, hat die Organisation vielleicht noch eine:n funktionierende:n Mitarbeiter:in, aber die Begeisterung, die Eigeninitiative, die Ideen – die Zufriedenheit sind dann weg.

»Aber er macht noch seine Arbeit. Ist doch gut. Das reicht mir doch!« – Wirklich?

Die eigenen Mitarbeiter stehen über den Kunden – […]Erfolgreiche Führungskräfte erkennen, dass es darum geht, die eigenen Mitarbeiter zu verbessern und zu motivieren, sodass sie ihre Arbeit lieben. Wenn du als Vorgesetzter das erreicht hast, werden sie mit dieser Einstellung an die zweitwichtigste Person herantreten: deinen Kunden. So sorgen zufriedende Mitarbeiter durch gute Führung für zufriedene Kunden. 1


  1. Siehe: www.basicthinking.de, 30.6.2020 [return]
  2. Siehe: www.basicthinking.de, 19.3.2020 [return]
  3. Siehe: www.basicthinking.de, 30.1.2020 [return]