Was wir brauchen

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Wiesen mit Bäumen Die Emmerwiesen mit ihren Protagonisten

Wenn wir wüssten, was wir brauchen, würden wir nicht so viel kaufen.

Hagen Rether

Und nun schaut Euch diesen Tweet an1. – Und jetzt denkt mal an den vergangenen langen, trockenen, heißen Sommer und all die Wetterkatastrophen in andern Ländern, worüber wir in „schöner“ Regelmäßigkeit informiert werden.

Aber ich habe auch eine gute Nachricht. Lügde hat jetzt eine Fairtrade-Linde. Das mag zwar nicht bedeutend klingen, aber wer weiß …

Die Linde steht an den Emmerwiesen, einem Naturschutzgebiet, mitten im Talkessel, den sich die zwei Fairtrade-Städte Bad Pyrmont und Lügde teilen. Was es mit dem Fairtrade-Baum auf sich hat und weitere Einzelheiten zu der Linde habe ich unter luegde.de aufgeschrieben.

Vermutlich fragen sich einige Leser-/innen: Was hat denn die Lügder Fairtrade-Linde mit dem fairen Handel zu tun? Vielleicht erklärt es dieses Zitat:

„Beim Klimaschutz geht es, wie beim Fairen Handel, um Gerechtigkeit“, sagt Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche. „Denn der Klimawandel trifft vor allem die Menschen, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Während wir zehn Tonnen CO2 pro Kopf ausstoßen, verursacht etwa Äthiopien nur ein Hundertstel davon. Unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden aber vor allem Kleinbauern in Entwicklungsländern. Wenn Dürren, Stürme oder Überschwemmungen die Ernten vernichten, sind existenzsichernde Einkommen schwer zu erzielen. Deshalb unterstützen wir diese kleinbäuerlichen Betriebe mit nachhaltigen Anbaumethoden – gerade auch beim Fairen Handel. Und dort, wo Wetterextreme schon stattfinden, versuchen wir mit Klimarisikoversicherungen zumindest die wirtschaftlichen Schäden auszugleichen.“

— www.fairtrade-deutschland.de: Gemeinsam für ein gutes Klima2

Warum auch Bäume für das Klima und daher – für alle Menschen – wichtig sind, brauche ich nicht mehr zu erklären. In unzähligen Texten, auch hier unter soheit.de, ist das nachzulesen. Deshalb: Jeder Baum der hinzukommt, ist ein Gewinn für uns. Natur ist die wahre Währung. Wenn wir das verinnerlichen, werden wir sie mehr schätzen und schützen.

Ich habe mich jedenfalls sehr auf und über den Baum gefreut. In den Emmerwiesen mussten in den vergangenen fünf Jahren mehrere große, schöne Baume daran glauben. Darunter eine ganze Reihe von Bäumen, mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter. Es mag sein, dass sie das Alter hatten und daher gefällt werden mussten. Ich weiß es nicht.

Und dann waren da noch einige äußerst eindrucksvolle Solitär-Bäume die zerbrochen sind (Beispiel). Auch sie mögen das Alter gehabt haben. Trotzdem fand ich das sehr traurig. Denn solche großen Bäume sind nicht so schnell zu ersetzen.

PS: Wenn Ihr noch ein aktuelles Beispiel sucht, weshalb der faire Handel wichtig ist, hier ein Beispiel: „Die Banane ist Aldis nächster Sündenfall“, www.welt.de, 30.10.2018.


  1. Auf einem Foto sind zwei modern gekleidete, junge Frauen zu sehen die mit Einkaufstaschen von offensichtlich gehobenen Geschäften behangen sind, die sie verzweifelt vor dem oberschenkelhohem Wasser schützen durch das sie waten. Dem Hintergrundmotiv nach zu urteilen steht das Wasser mitten in einer Innenstadt. Auf französisch dieser Text dazu: „Perfekte Illustration des Verhaltens unserer Spezies gegen die Aussicht auf ihr Aussterben.“ [return]
  2. www.fairtrade-deutschland, Pressemitteilung vom 13.9.2018 [return]