Wir, und das Insekten- und Vogelsterben

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Eine Spinne

Habt Ihr in der zurückliegenden Woche auch davon gelesen: vom Insekten- und vom Vogelsterben?1 Ich möchte an dieser Stelle nicht wiederholen, was Ihr im Netz viel ausführlicher nachlesen könnt: Warum ist das so?, und: Was bedeutet das für uns? Aber die traurigen Geschichten erinnern mich doch sehr an einige Dinge, die ich hier schon oft angesprochen habe. Es geht dabei um die Frage: Was können wir dagegen tun? Wie können wir den Insekten und Vögeln helfen?

Ich denke dabei an unsere Autos, ich denke dabei an unsere Gärten, und ich denke dabei an die Gräber unserer verstorbenen Angehörigen auf den Friedhöfen.

… Autos

Ja, ja, der appelliert jetzt wieder an uns, so oft es uns möglich ist, das Auto stehen zu lassen und beispielsweise die Wochenend-Brötchen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu holen. Ja. Auch. Doch es gibt noch einen anderen Aspekt. Ich meine die Autos die wir fahren – die SUV’s. Hier eine recht aktuelle Meldung aus unserer Region:

Größer, schneller und vor allem breiter. Riesige Familienkutschen, Jeeps und Sport Utility Vehicles (SUV) mit amerikanischen Ausmaßen parken Bielefelder Straßen dicht. Die übergroßen Fahrzeuge überschreiten in der Regel die Abmessungen der meisten Parklücken, die oft auf kleinere, ältere Automodelle ausgelegt sind.

– www.nw.de: Autos werden immer breiter: Park-Platzhirsche machen Probleme

Was hat das mit dem Insekten- und Vogelsterben zu tun? Klar, größerer Motor, mehr Verbrauch, mehr Emissionen. Und sonst? Es werden breitere Straßen, größere Parkplätze gebraucht – das alles wird auf Kosten der Natur passieren: weniger Wald-, Grün- und Ackerflächen, weniger Raum für Insekten und Vögel. Das heißt: Mit dem Kauf von größeren Fahrzeugen wie SUV’s, tragen wir indirekt dazu bei, dass das Sterben von Insekten und Vögeln weitergeht.

… Gärten und Gräber

Bitte seht es mir nach, dass ich mich nicht allzu oft wiederholen möchte. Nur so viel: Jede noch so kleine Grün-Fläche, die wir mit Steinen bepflastern, die wir versiegeln, trägt zum Raubbau an der Natur bei, und addiert damit auch die Gründe für den Klimawandel …

Ein Beispiel: In dem Beitrag Besteint, Teil 2 beschäftige ich mich mit dem Thema. Und unter dem Text findet Ihr Links zu weiteren adäquaten Artikeln. Oder Ihr stöbert mal beim Themen-Schlagwort: Garten.

„Erst einmal gilt: Im eigenen Garten mehr Wildnis dulden”, erklärt NABU-Vorsitzender Schäfferling.

– www.nw.de: Vogelsterben: Was Bürger gegen den Rückgang tun können

Ja, ein richtiger Garten mit vielen Bäumen, Sträuchern und Blumen macht Arbeit. Richtig Arbeit. Ich kann daher nachvollziehen, warum sich viele Menschen diese Arbeit ersparen wollen. Aber vielleicht hilft folgende Betrachtungsweise – mit der wir der Natur helfen, und gleichzeitig für uns etwas Gutes tun: Mein Fitnessstudio ist der Garten. Denn dort kann ich Sport an der „frischen Luft“ treiben. Ja, richtig gelesen. Beispielsweise muss ein Baum-Coiffeur mitunter hoch hinaus klettern – gerade jetzt, wo die aktuellen Herbstfrisuren angesagt sind.