Osterraddampfer auf dem Siegertreppchen

15.7.2016: Training für das Drachenbootrennen auf dem Schiedersee

Kaum zu glauben, aber wahr: Es geht auch ohne mich.

Erinnert Ihr Euch noch an diese Geschichte: Ich kam, ich sah, und das Team „Big Daddy ‚C‘ and the Dragonboatdrivers“ siegte? Der Grund: Ich war dort und habe fotografiert.

Nun werdet Ihr Euch fragen: What, weil Du fotografierst, haben die …?! Nun ja, Big Daddy ‚C‘ ist ein Profiteam. Es übt regelmäßig und nimmt schon seit zehn1 Jahren an dem Drachenbootrennen auf der Weser in Hameln teil. Allerdings hatten sie das Rennen bis dato noch nie gewonnen. Mein Bruder, Kapitän des Drachenbootes, hatte mich in den Jahren zuvor jedesmal eingeladen, mir das Rennen doch mal anzuschauen. Als ich endlich seiner Bitte nachgekommen bin, gewann Big Daddy ‚C‘. Das ist doch ein total adäquater, kausaler Zusammenhang, oder etwa nicht?

Das war vor zwei Jahren.

Vergangenes Jahr fand erstmals auch auf dem Schiedersee ein Drachenbootrennen statt. Auch die Stadt Lügde hatte dafür ein Team entsendet2 – das Team „Osterraddampfer“ (wir berichteten). Die Stimmung im Team sei hervorragend gewesen, und es sei gut vorangekommen. Aber: Ich war nicht dort, also wurde das nichts mit dem Besteigen des Siegertreppchens.

Auch in diesem Jahr gab es ein Drachenbootrennen auf dem Schiedersee mitzufiebern. Für’s Protokoll: Das war am 10. Juni 2017. Unter den 223 Booten war auch der Osterraddampfer mit einem einundzwanzigköpfigen Team4 der Stadt Lügde vertreten.

Nun muss man (und frau) wissen, dass der Osterraddampfer in diesem Jahr acht neue Spieler Paddler „einkaufen“ musste. Zwar hat das erneuerte Team vorher viermal trainieren können, aber dabei war das Boot wegen Terminkollisionen und dergleichen nie voll besetzt. Lediglich am Wettkampftag gab es ein Warm-up mit voller Besetzung. Das Team Osterraddampfer gehörte also, wie mir die Kapitänin erklärte, zu den Underdogs.

Doch bevor der Spannungsbogen zusammenbricht: Der Osterraddampfer belegte auf der 220 Meter langen Rennstrecke mit 55,53 Sekunden den 3. Platz. Wow! Herzlichen Glückwunsch auch von dieser Stelle! – Tja, wie gesagt: Es geht auch ohne mich5!

Notabene: Dieser Sieg ist umso bemerkenswerter, als dass die „Underdogs“ vom Osterraddampfer Teams hinter sich gelassen haben sollen, die seit Jahren an Drachenbootrennen teilnehmen, und das Drachenbootfahren, ähnlich wie Big Daddy ‚C‘, als Betriebssport betreiben.

PS: Das Foto oben ist eines vom Vorbereitungstraining am 15.7.2016 auf dem Schiederssee.


  1. Die genaue Zahl habe ich nicht mehr im Kopf. Auf jeden Fall nimmt Big Daddy ‚C‘ schon mehreren Jahren am Drachenbootrennen in Hameln auf der Weser teil. [return]
  2. Entsendet klingt wie Top-down, es war aber eine Bottom-up Geschichte. [return]
  3. Auf den Punkt genau konnte ich das nicht recherchieren, weil vermutlich alle vor lauter Aufregung vergessen haben, mal genau nachzuzählen. Es waren auf jeden Fall über 20 teilnehmende Teams, darüber besteht wohl Konsens. [return]
  4. Zuzüglich Lotsin, sind, wenn so ein Boot voll ist, 22 Leutchens an Bord. Der Lotse, beziehungsweise die Lotsin, wird vom Veranstalter beigeordnet. [return]
  5. Obwohl – Luft nach oben ist da ja noch … [return]