Monat der Lieblichkeit

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 3 Minuten

Panoramablick in Richtung Lügde vom Spelunkenturm in Bad Pyrmont.

Ist das nicht ein herrliches Symbolbild für den Wonnemonat Mai? Karl der Große, der den Namen Wonnemond eingeführt haben soll, dachte dabei aber an etwas anderes als wir heute. Für ihn sei das der Weidemonat gewesen, nicht der Monat der Lieblichkeit, wie er viel später irrtümlich interpretiert worden sein soll1.

Da Karl der Große schon viele Jahre im Reich der ewigen Jagdgründe verweilt, und dort vermutlich schon so manchen Bock geschossen hat, belassen wir es, also ich jetzt, bei dieser Interpretation: Monat der Lieblichkeit. So!

Dieses Foto hier, muss für zwei Erklärungen herhalten. Zum einen soll es die Höhe des Spelunkenturmes veranschaulichen. Zum anderen zeigt es, wenn Ihr genau hinschaut, ein auf den Baumstämmen sitzendes, sich küssendes Pärchen. Hach! Wat schkön!

Worauf wollte ich hinaus? Ach ja:

Ich unterhalte mich gern über das Thema Fotografieren. Und das, obwohl ich keine Ahnung davon habe. Oder sagen wir mal: wenig. Interessanterweise werde ich aber sehr oft nach meiner Meinung gefragt: »Guck mal, die Fotos habe ich mit meiner neuen Kamera geschossen! Was sagst du dazu?« Häufig höre ich dann auch so Sätze wie: »Ich kann ja nicht so fotografieren wie du …«

Wie gesagt, ich halte mich nicht für einen Fachmann. Ich fotografiere gern. Das ist alles. Naja, fast alles. Auch wenn man beim Fotografieren einiges verpasst, man beobachtet doch viel dabei2. Aber zurück zu den Aussagen:

Ich glaube, die in den heutigen Kameras und Smartphones verbaute Foto-Technik, ist so gut, dass fast jedes Foto gelingen kann. Und herausragende Fotos gelingen meistens dann, wenn man ein Blick, ein Gefühl für das Motiv hat, und, wenn man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist.

Zu beiden Punkten könnte ich jeweils einen Roman mit vielen Erfahrungen und Tipps schreiben. Aber auch wenn ich das könnte, beweist das nicht, dass ich auch gut fotografieren kann – Ihr wisst schon: Theorie und Praxis.

Zwischendurch ein Mai-Foto (was ich am 30. April geschossen habe)? Kein Problem, bitte schön:

Keines der Fotos in diesem Artikel, ist ein herausragendes. Es sind normale Fotos. Gleichwohl habe ich sie aufgenommen und mich dabei meines, von mir käuflich erworbenen Equipments bedient.

Hier, bei soheit.de, sind bis auf ganz wenige Ausnahmen nur Fotos zu sehen, die ich mit meinen Kameras fotografiert habe.

Was ich damit sagen will: Auch wenn viele Fotos keine Kunstwerke sind, heißt das nicht, dass ich gegenüber dem Fotografen respektlos sein muss. »Das sind keine besonderen Katzen-Fotos, aber weil ich gerade über Katzen schreibe, kann ich sie mir ja mal kurz für meine Ausarbeitung ›Über das Leben von Hauskatzen‹ herunterladen.«

Wenn ich irgendwo ein Foto verwende, welches ich nicht selbst geschossen habe, schreibe ich mindestens den Namen der Fotografin oder des Fotografen darunter3.

Wie gesagt: Es geht auch hier um ein freundliches Miteinander, um Respekt. Ja, es ist heute total easy, Fotos zu schießen und zu verbreiten. Sie liegen ja überall herum wie Sandkörner am Strand. Aber die Menge an Fotos, und die Leichtigkeit an sie heranzukommen, rechtfertigt meines Erachtens nicht, einfach Werte zu missachten.

So, genug moralapostelt, hier noch ein April-Foto vom Schellenturm.
 

Panoramablick in Richtung Lügde vom Schellenturm in Bad Pyrmont.


  1. Siehe: de.wikipedia.org über den Mai [return]
  2. Einiges davon habe ich auch aufgeschrieben. Falls Euch das interessiert, folgt einfach dem Schlagwort „Fotografieren“ unter diesem Text. [return]
  3. Selbstverständlich bediene ich mich nicht einfach irgendwo ohne zu fragen, zum Beispiel bei irgendeiner Website. [return]