Die Pflege und das bedingungslose Grundeinkommen

Bewaldete Berge

Vorhin habe ich bei Fefe einen Kommentar gelesen, auf dem ich gerade „herumkaue“. Fefe hat am Freitag darüber nachgedacht, welche Auswirkungen das bedingungslose Grundeinkommen auf die Kunst hätte.

Daraufhin bekam er einen Kommentar mit mehreren interessanten Aspekten. Ich greife mal den heraus, der sich mit einem Thema beschäftigt, worüber ich hier schon verschiedentlich geschrieben habe. Ich meine das Thema Pflege.

Die oder der Kommentator*in schreibt darin, dass sie/er in einem Pflegeberuf tätig sei und sehen würde, wie Menschen täglich ohne Menschlichkeit versorgt würden. Sie/er würde schon zwei Kollegen kennen, die dann kündigen und ihre Arbeit ehrenamtliche weitermachen würden. Der Grund: Die Leitung könne ihnen dann nicht mehr in deren Arbeit hineinreden, und sie hätten die Möglichkeit sich den Pflegebedürftigen menschlicher zu nähern.

Meine Mom, die in einem Pflegeheim wohnt, besuche ich nahezu jeden Tag. Wenn es mir möglich ist, versuche ich dort auch irgendwie zu helfen – in dem ich meiner Mom das Essen anreiche, oder aber den Pausenclown spiele. Auch wenn ich nur eine kurze Zeit des Tages in dem Heim verbringe, im Laufe der Zeit habe ich dort eine Menge beobachten können.

Ohne jetzt mögliche und tatsächliche Ursachen aufzuzeigen, und ohne hier mit Vorwürfen agieren zu wollen, es ist so, die Menschlichkeit kommt auch in dem Pflegeheim mitunter zu kurz. Und nun frage ich mich:

Würde sich die Situation in Pflegeheimen bessern, wenn wir ein bedingungsloses Grundeinkommen hätten?

Natürlich poppen dabei eine Menge weiterer Fragen auf, zum Beispiel: Wie hoch ist das dabei zu diskutierende Grundeinkommen? Wie hoch ist das Einkommen der Pflegekräfte? Wie altruistisch sind wir wirklich? – Dennoch finde ich die Frage sehr interessant.