Ist männlich Verlangen

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 2 Minuten
Sonnenuntergang über ein Rapsfeld

Ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen,
erstärket die Glieder und würzet das Mahl.

— Carl Maria von Weber: Der Freischütz, Jägerchor

Ich hätte gestern fast den Kaffee über den Frühstückstisch geprustet, als mir meine Küchenmusikmaschine den Freischütz von von Weber zu hören eingoss. Ich habe mir den Text zuvor nie genau angehört. Wie dem auch sei, das Stück klemmt mir immer noch in den Ohren.

Selbst als ich gestern eine spätabendliche, ausgedehnte Fahrradtour im Pyrmonter-Lügder-Hochgebirge vollführte, hörte ich es:

Wenn Wälder und Felsen uns hallend umfangen,
Tönt freier und freudiger der volle Choral:
Trallala lala, trallala lala, [usw.]

Der Freischütz, Jägerchor – zum Anhören

Also so ganz unpassend finde ich die beiden Textpassagen nicht.

„Ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen“ – das Fahrradfahren, für mich, männlich wie ich bin.

„Erstärket die Glieder und würzet das Mahl“ – muss ich das erklären? Fahrradfahren hält fit, und danach hat man auch gern mal Appetit.

„Wenn Wälder und Felsen uns hallend umfangen, tönt freier und freudiger der volle Choral.“ – also mir geht fast immer das Herz auf wenn ich die Berge, die den Pyrmonter-Lügder-Talkessel umringen, erkunde.

Darauf ein Selfie:

Ein Rapsfeld, darauf der Schatten eines Menschen

Nun könnt Ihr mal sehen, wie schlank mein Fahrrad ist. Denn als ich das Foto aufgenommen habe, klemmte es noch zwischen meinen Beinen.

PS: Falls Ihr Euch fragt: Auf beiden Fotos ist im Vordergrund ein Rapsfeld zu sehen.