Auf der Flucht vor den Folgen des Klimawandels

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Die Knospe einer Weinpflanze

Soll Lügde Fairtrade-Town werden? Hier eine „kleine“ Ergänzung.

Warum verlassen die Flüchtlinge1 ihre Heimat?, fragte ich neulich. Dazu wollte ich auch einen Beitrag von Fefe verdrahten, was ich allerdings vergessen habe. Da der Text genau das zum Ausdruck bringt, was ich mit der Frage nach dem Flüchtlingsgründen aufzeigen wollte, zitiere ich ihn hier mal fast in Gänze:

[…] Syrien ist ein Verlierer des Klimawandels. In Berlin freut man sich, wenn es im Januar nicht -20 Grad ist sondern 4. Aber in Syrien heißt das: Ernteausfall. Und zwar seit 2013 richtig massiv. Selbst wenn es keinen Krieg gäbe (und ich habe hier schon mal darüber gesprochen, dass der Klimawandel einen Anteil am Ausbruch des aktuellen Krieges hatte), dann müssten wir trotzdem mit der Idee umgehen, dass Syrien seine Bevölkerung nicht ernähren kann.

Die Idee, dass die Flüchtlinge alle eines Tages zurückfahren, die ist nicht unbedingt rational.

Wir haben hier die industrielle Revolution gehabt, fahren alle Auto, haben den Klimawandel losgetreten, und die syrischen Flüchtlinge sind jetzt in gewisser Weise unsere Rechnung dafür.

Wer sich jetzt also denkt, naja, die Flüchtlinge gerade, das ist ja nur temporär, in ein paar Wochen/Monaten/Jahren gehen die einfach alle wieder heim, der unterliegt meiner Ansicht nach einem Irrtum.

Felix von Leitner, in seinem Blog blog.fefe.de

Die Ausgangsfrage: Soll Lügde Fairtrade-Town werden?, hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Lügde in der Vorrunde kürzlich bejaht. Ich denke, nach der abschließenden Entscheidung des Rates werde ich die Geschichte noch mal aufgreifen …

Wir haben hier die industrielle Revolution gehabt, fahren alle Auto, haben den Klimawandel losgetreten, und die syrischen Flüchtlinge sind jetzt in gewisser Weise unsere Rechnung dafür.

Felix von Leitner, in seinem Blog blog.fefe.de


  1. … denen wir ja vor Ort helfen wollen, indem Lügde Fair-Trade-Stadt wird – siehe … (PDF) [return]