Schreckgespenster

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Funk- und
SendetürmeWohin gehen diese Informationen?

Hand hoch, wer von Euch hat schon den nicht mehr ganz so neuen Bond gesehen? Nein, ich meine nicht Daniel Craig, sondern den Film „Spectre“. Ich habe mir den Agententhriller auch angeschaut – und finde ihn kurzweilig.

James Bond, ein Geheimagent, der für den MI6, den Secret Intelligence Service, den britischen Auslandsgeheimdienst arbeitet. Ein beinharter Typ, dieser Bond.

Nächste Frage: Wer von Euch hat den Film „Citizenfour“ gesehen? Stimmt, das ist ein Dokumentarfilm, keine fiktive Geschichte. Der „Hauptdarsteller“, Edward Snowden, ist weder muskelbepackt, noch knallt er mit einer Enduro über den mit Tonpfannen bedeckten Dachfirst des großen Basars von Instanbul. Insofern …

Doch in dem Dokumentarfilm geht es auch um einen Auslandsgeheimdienst, den größten amerikanischen Auslandsgeheimdienst, die National Security Agency (NSA).

In einem Interview mit dem Guardian-Journalisten Glenn Greenwald sagte Snowden:

„Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Solche Bedingungen bin ich weder bereit zu unterstützen, noch will ich unter solchen leben.“

— de.wikipedia.org: Edward Snowden

Ich auch nicht.

Wer das ebenfalls nicht möchte, der sollte sich den Dokumentarfilm von Laura Poitras „Citizenfour“ angucken. Das ist kein kurzweiliger Film zum Abtauchen, aber ein Film, der mich sehr, sehr nachdenklich zurückgelassen hat.

Mich würde interessieren, wie viele Menschen sich den Bond Film Spectre angeschaut, und wie viele Menschen den Film Citizenfour gesehen haben …

Nebenbei: Das deutsche Wort für Spectre ist Schreckgespenst. Schreckgespenster – seit Edward Snowden ein ziemlich passendes Synonym für die Geheimdienste.