Schick die Leute weg, sie kommen wieder!

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Strauch-Pfingstrose

Eine Kollegin von mir hat das Bloggen für sich entdeckt. Neulich hatte sie ein Problem beim Einbinden von Links in einem Text. Die Hürde war schnell genommen, und wir unterhielten uns noch eine Weil über das Thema. Das Links einer der vielen Vorteile des Internets sind, das ich nicht einfach drauf losverlinken, sondern mir überlegen sollte, was ich an welcher Stelle eines Textes verlinke, und so weiter.

Und dann erzählte ich ihr, was mir mein Blogger-Vater vor acht Jahren zum Thema Verlinken mit auf den Weg gegeben hat: »›Schick die Leute weg, sie kommen wieder!‹, Was hat er wohl damit gemeint?«, fragte ich meine Kollegin. Ihre Antwort hat mich verblüfft.

»Für viele Eltern ist es nicht leicht, loszulassen, wenn ihre Kinder flügge werden, wenn die Kinder ihr eigenes Leben führen wollen. Auch ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht. Dennoch habe ich meinen Kindern die Tür geöffnet. Das liegt nun schon einige Jahre zurück. Und nach wie vor kommen uns unsere Kinder gern und oft besuchen.«

»Einsplus! Fünf Sterne! Super Antwort!« – Was habe ich daraus gelernt: Entscheidende Infos zu verlinken ist eine Form des Loslassens.

Gut gesetzte Links sind ein Service für Leserinnen und Leser. Und ich zeige damit, dass ich sie nicht an mich fesseln will, ihnen bewusst die Freiheit einräume, ihnen die Türen öffne, sich an anderer Stelle umzusehen und zu informieren. Deshalb finde ich auch Quellenangaben und Hinweise auf weiterführende Informationen wichtig – auch in gedruckten Werken.

Klar, dass ich Euch jetzt nicht vorenthalten kann, wo meine Kollegin bloggt – hier: kitas-luegde.de.