Memo an mich

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Memo an mich – Themen über die ich schreiben möchte.

Ein weiter Blick von einem Berg ins
TalAussicht

»Ich komme nicht mehr zum Schreiben. Es gibt so viel interessante Bücher und Artikel zu lesen.« Das sagte mir jemand vor zirka fünf Jahren. Interessant daran ist, dass derjenige das Schreiben von der Pike auf gelernt hat, und sich zudem mit den „neuen“ Medien bestens auskennt.

»Die Texte liegen auf der Straße«, ist auch so ein Satz vom ihm. Womit er mir ebenfalls zu verstehen geben wollte, es gibt unglaublich viele Dinge, mit denen wir uns auseinandersetzen sollten. Die musst du als Blogger nicht suchen. Sie sind überall.

Seit einigen Monaten kann ich nachvollziehen, was er damit meinte. Hier nur eine kleine Auswahl von Themen, über die ich gern mal schreiben würde – wenn denn nicht mit jedem Tag unzählige neue hinzukämen …

Wir dürfen die Verfassung nicht aus den Augen verlieren

Bei all den Themen die wir gerade diskutieren – wir haben eine Verfassung, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, an die wir uns halten sollten. Tun wir das?

Das erklärt die Fallhöhe für den Rechtsstaat. Sich auch bei enthemmtem Terrorismus nur rechtlich gehemmt zu verteidigen, verlangt hohe staatliche Selbstdisziplin. […] Doch der Geist des Sicherheitsabsolutismus ist aus der Flasche.

— Andreas Zielcke, www.sueddeutsche.de, „Der Feind sitzt auch in unseren Köpfen

In dem zu schreibenden Text würde ich zum Ausdruck bringen wollen, warum ich unser Grundgesetz sehr schätze, aber auch darüber, wie ich es schätzen gelernt habe.

Ist Facebook, ist Twitter, ist Instagram das Internet?

Zum Dritten steht da aber auch “Zugang zu jeder Person”, was man aus dieser Feder [von Mark Zuckerberg] als Ziel lesen muss, die gesamte Menschheit zu Facebook zu holen. Und wenn das gar nicht alle möchten?

— Sascha Lobo, www.spiegel.de, „S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Menschenfreund und Ideologe

Facebook, Twitter, Instagram – das sind alles phantastische Werkzeuge, ohne Frage. Aber sie entsprechen nicht unbedingt den Grundgedanken des Internets, den des dezentralen Internets.

Und: Facebook-Fans sind Facebook-Fans – bedingungslos, ohne jeden Zweifel. Bedenken werden achtlos beiseite gewischt. Auch WhatsApp-Nutzer sind so. Das sind Beobachtungen, die ich in meinem Umfeld gemacht habe. Doch die kritiklose Nutzung dieser Werkzeuge macht mir Sorgen. Welche das im Einzelnen sind, darüber möchte ich bloggen.

Deutschland und seine Stiftungen

Apropos Facebook und Mark Zuckerberg …

Weniger Staat heißt aber: weniger demokratische Kontrolle über das, was mit dem Volksvermögen passiert.

— Matthias Holland-Letz, www.carta.info, „20.000 Zuckerbergs: Über die Macht und die Privilegien der Stifter

Stiftungen, ein Thema, womit ich mich bislang noch nicht beschäftigt habe. Aber der Artikel hat mich zum Nachdenken gebracht. Sind Stiftungen undemokratisch?

FlüchtlingshelferInnen und andere Mitmenschen

Solange sich aber diejenigen, die praktische Mitmenschlichkeit üben, eher mit den Flüchtlingen solidarisieren, als Verständnis für die Sorgen ihrer Landsleute zu entwickeln, solange wird die innergesellschaftliche Entfremdung wachsen.

— Peer Steinbrück, laut www.zeit.de, „Steinbrück kritisiert Merkels Flüchtlingspolitik

Diesen Satz soll Peer Steinbrück gesagt haben. Ich möchte an dieser Stelle weder den Satz, noch irgendeinen Kontext in dem er stand bewerten. Aber er zeigt einen Konflikt auf, dem auch ich nahezu täglich begegne: auf der einen Seite „übermotivierte“ Helferinnen und Helfer, auf der anderen Seite „besorgte“ Mitmenschen. »Uh, das ist ein ganz heißes Eisen. Das solltest du besser nicht zum Thema machen.« Diesen Rat bekomme ich dazu jedesmal zu hören.

Aber hilft es, einen Konflikt unter den Teppich zu kehren? Und was sind das für Menschen, die darüber nicht sprechen wollen? Wenn es mir gelingt, möchte ich dieses Thema auch aus lokaler Sicht beleuchten …

Flüchtlinge und Geflüchtete

Vorschläge für sensible Sprachregelungen treffen selten auf Gegenliebe. Im Gegenteil: […] So auch bei dem Vorschlag, Flüchtlinge lieber als Geflüchtete zu bezeichnen.

— Anatol Stefanowitsch, www.sprachblog.de, „Flüchtlinge und Geflüchtete

Das werden sich sicherlich einige fragen: »Haben wir nichts besseres zu tun, als uns darüber Gedanken zu machen?« Ich bin leider weit entfernt davon, auch nur annähernd ein Sprachexperte zu sein. Aber mir ist es wichtig, mich des Themas zu nähern. Warum? Darüber möchte ich gern schreiben …