IFG, Open Data und ein guter Vorsatz für Behörden

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Glaskugel zwischen
BaumstämmenGlaskugel-Lesen für 2015

Eigentlich wollte ich schon vor ein paar Monaten darüber informieren, als bei correctiv.org der „Ratgeber: Behörden zur Auskunft zwingen“ veröffentlicht wurde. Das ich heute auf das IFG, das Informationsfreiheitsgesetz hinweise, ist nicht zufällig.

Zum einen gehen die drei vorherigen Artikel: Sind wir Lügder noch nicht so weit?, PowerPoint oder Website? 2. Teil, Bitte keine PDF!, in die gleiche Richtung. Und zum anderen habe ich mir heute Morgen den Vortrag von Stefan Wehrmeyer auf dem 31. Chaos Communication Congress angeschaut: IFG - Mit freundlichen Grüßen. Stefan Wehrmeyer hat die Plattform Frag den Staat entworfen und umgesetzt.

Die Ansage von Stefan Wehrmeyer in seinem Vortrag: „Crypto ist Abwehr – IFG ist Angriff!“ erzeugt bei mir ein Unbehagen. Klar aber ist: Wie Stefan Wehrmeyer und viele andere möchte ich, dass Behörden umfassend informieren (IFG), und das strukturiert und maschinenlesbar (Open Data).

Gleichwohl: Ich möchte Behörden weder zwingen noch angreifen, sondern überzeugen. Auch darum schreibe ich hier solche Artikel wie: Bitte haut doch die Infos raus die Ihr habt! Bitte lasst diesen Unfug mit den PowerPoint-Folien und PDFs. Stellt die Infos den Bürgerinnen und Bürgern ohne Umwege zur Verfügung. Nutzt das Internet – nutzt Eure Websites!

Liebe Behörden, wenn Ihr genau hinhört, dann werdet Ihr feststellen, dass es den Bürgerinnen und Bürgern weniger um „schön“ geht. Sie möchten vielmehr vollständig, umfassend informiert werden – und das nicht in Behördendeutsch, sondern verständlich, nachvollziehbar.

Vielleicht ist das für Behörden ja ein guter Vorsatz für das neue Jahr: Mehr Daten für jedermann frei zugänglich machen, mehr Transparenz schaffen, und damit eine bessere Zusammenarbeit ermöglichen.