Am Anfang war der Storch

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Störche fliegen über
HochspannungsdrähteElbrinxer Albatrosse bei der Ernte

Die Kinder bringt bekanntlich der Storch. Das Kind von dem hier die Rede ist, hat ein trauriger Storch gebracht. So zumindest wird das in den Annalen behauptet. Wohnhaft war der Storch in Elbrinxen. Elbrinxen, Ihr wisst, ist ein Mekka für Kalapper-Störche. Kein Wunder, bei der schönen Landschaft die wir hier in und um Lügde haben.

Also: Am Anfang war der Storch. Ein trauriger. Der brachte ein Kind. Das wird am kommenden Donnerstag acht Jahre alt. Und es trägt den Namen – soheit.de.

Die Geschichte vom traurigen Klapper-Storch“, lautet der Titel des Textes, mit dem hier, bei soheit.de, alles begann. Hach, was hat die Website in den acht Jahren stoisch alles gemerkelt: mehrere Umzüge, mehrere Renovierungen, mehrere Schreibblockaden des verantwortlichen Redakteurs und so weiter.

Selbstschreibend ist es Aufgabe des verantwortlichen Redakteurs, anlässlich eines so denkwürdigen, wie runden Geburtstages eine Laudatio zu halten. Also:

Als Erstes danke ich dem Entbindungspfleger. Er war es auch, der mir damals den Floh ins Ohr gesetzt hat, doch mal zu bloggen. Und er war es, der mir das medizinisch-technische KnowHow vermittelte, möglichst sicher auf den Wellen des Internets zu surfen. Was heißt hier „war“, er steht mir ja noch heute zur Seite. Vielen lieben Dank für das alles!

Ich danke den Leserinnen und Lesern, die mich auf den ein oder anderen Artikel angesprochen haben. Besonders danke ich denen, die mir ihr Feedback per E-Mail oder Kommentar zukommen lassen haben. Denn Schreiben kostet ja schließlich ein bisschen mehr Mühe.

Hasskommentare, wie sie zurzeit sehr viel im Netz gepostet werden, hat es hier bislang nicht gegeben. Darüber bin ich sehr froh. Dennoch waren nicht alle Rückmeldungen für mich positiv. Auch für diese „Stellungnahmen“ bin ich dankbar. Natürlich habe ich mich über einige zunächst geärgert. Doch auch von denen konnte ich lernen. Und nicht selten haben sie mich zu einer Kurskorrektur veranlasst.

Ich bitte um Nachsicht bei allen, denen ich hier auf den Fuß getreten habe. Grundsätzlich ist das nicht mein Ziel. Ja, bloggen, so heißt es, tut Mann für sich. Dennoch möchte ich damit auch in Kommunikation treten. Ich freue mich über Leserinnen und Leser. Es macht mich glücklich, wenn ich sie unterhalten kann; und ich bin begeistert, wenn ich Denkanreize geben kann.

Selbstverständlich danke ich auch soheit.de. Mir ist oft gesagt worden: »Das ist doch zeitaufwendig!«, und: »Das bringt doch nichts!« Das sehe ich anderes. Ja, zu lernen ist oft zeitaufwendig. Aber zu lernen kann richtig Spaß machen. Und ich lerne gern mit soheit.de. Auch wenn es auf den ersten, zweiten, oder dritten Blick nicht so aussieht – ich lerne eine Menge durch das Bloggen.

Bringt soheit.de etwas? Gibt es dazu Belege – Zahlen, Statistiken oder so? Nein. Hier läuft bislang keine Maschine im Hintergrund; eine die zählt: Wie viele Leute haben sich hier aufgehalten? Wie lange sind sie geblieben? Was haben sie gesucht? Haben sie das gefunden? Welche Texte gefielen ihnen am besten? – Ich kann also überhaupt nicht prüfen, wie erfolgreich soheit.de ist.

Und doch behaupte ich, soheit.de ist erfolgreich. Für mich. Es macht mir Spaß hier meine Zeit zu „verschwenden“.

Habe ich wen oder etwas vergessen? Bestimmt …