Vom Auspacken

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 3 Minuten

Zwei leere Flaschen auf einem Baumstumpf im
Wald

Es gibt Leute, die nicht gern auspacken – die sitzen das lieber aus. Andere wiederum packen zwar aus, aber nur das, was andere auspacken könnten, es aber nicht tun, weil es nicht opportun ist, das auszupacken. Ihr seht, das Auspacken kann schon mal problembehaftet sein.

Unlängst verzählte mir mein Cousin, dass er seine Schuhe gern ausgepackt gehabt hätte, es aber nicht konnte, weil er sie nicht gefunden hat. Er hat sich ein kleines Häuschen gekauft und das, gründlich wie wir Westfalen halt sind, erstmal komplett saniert – neue Versorgungsleitungen, neue Fußböden und so weiter.

Auf so einer Baustelle kann Mann, trotz aller Mühe, schon mal den Überblick verlieren. Nun ergab es sich, dass er mitten in der Bauphase meinte, in sein neues Domizil umziehen zu müssen. Ihr kennt das, er wollte sich die Miete von seiner (nunmehr) ehemaligen Wohnung „sparen“. Also standen neben den vielen Werkzeugen und an den offenen Wänden gelehnten Baumaterialien auch noch die Möbel und Umzugskartons.

Als wäre das nicht genug, ereilte ihn ganz plötzlich das Bedürfnis einen längeren Asienurlaub antreten zu müssen. Es sei ein äußerst schlanker Koffer gewesen, mit dem er zum Flughafen gefahren sei, berichtete er mir. Wobei seine Füße noch immer in den zementgefärbten Bautretern gesteckt hätten. Er habe in dem Chaos viele seiner Kleidungsstücke partout nicht ausfindig machen können, verklärte er mir.

Was lernen wir aus diesem Epos? Vor der Urlaubsfahrt einfach mal ein Haus kaufen, es umbauen und mitten in der Bauphase dorthin umziehen – dann bekommt man wie frau auch den Koffer geschlossen.

Aber es geht ja hier auch nicht um das Einpacken, sondern um das Auspacken. Was übrigens bei einem schlank bestückten Koffer wesentlich einfacher und schneller vonstatten geht. Umgekehrt, also wenn der Koffer im 24. Monat mit einer Elefantenherde schwanger zu sein scheint, gestaltet sich das Auspacken auch gern mal zeitaufwendig.

Womit ich nun endlich zum Punkt komme. Soheit.de ist mittlerweile über sechs Jahre alt. Auch wenn ich gewiss kein fleißiger Blogger unter der Blogosphären-Sonne bin, in sechs Jahren hat sich hier aber dennoch eine Menge an Artikeln und Fotos angesammelt. Und damit musste ich im Laufe der Jahre leider drei Mal (jeweils auf ein anderes CMS) umziehen. Ihr könnt Euch denken, dass die Umzüge nicht immer ganz reibungslos gelungen sind. Viele „interne“ Links laufen ins Nirwana und bei etlichen Texten fehlen noch die Fotos.

Ihr könnt mir aber beim Auspacken helfen. Wenn Ihr in einem Artikel die Fotos vermisst, nennt mir in einer E-Mail den Titel des Textes und ich sehe zu, dass ich die Fotos ausgepackt und wieder dort aufgehängt bekomme. Selbstverständlich versuche ich dann auch die Links wieder zu reparieren.