PowerPoint oder Website? 2. Teil

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Illumina 2011 im Kurpark Bad Pyrmont:
MalerblickDie Hauptsache ist, sie ist klicki-klacki-bunti!

»Du hast ja recht. Man müsste viel mehr Informationen ins Netz bringen. Aber das kostet eine Menge Zeit – einen Text zu schreiben, dazu Fundstellen mit weitergehenden Infos zusammenstellen, und vielleicht sogar noch Fotos dazu herauszusuchen und sie zu bearbeiten.«

Das ist eine Aussage, die ich so oder ähnlich unzählige Male gehört habe. Und sie ist zutreffend. Es beansprucht wirklich einiges an Zeit, einen guten Artikel für eine Website zu erstellen. Besonders dann, wenn das Thema komplex ist. Denn der Text soll ja verständlich und anschaulich sein, so dass ihn möglichst alle LeserInnen verstehen.

Ich bin auch davon überzeugt, dass viele der in den Impressen von Websites genannten Verantwortlichen diesen Arbeitsaufwand unterschätzen. Leider. Das heißt, in einigen Organisationen fehlt es oft an Ressourcen die eigene Website so zu betreiben, dass sie ihrer Aufgabe gerecht wird.

Gleichzeitig beobachte ich, dass immer wieder viel Energie in die Erstellung von PowerPoint-Folien investiert wird. Oftmals werden die Folien nach ihrer Präsentation in eine PDF-Datei umgewandelt, und dann auf einer Website veröffentlicht. In den Fällen war also von vornherein klar, dass diese Infos nicht nur für einen erlauchten Kreis gedacht sind.

Wenn man sich als Dritter, also als jemand der bei der Vorführung der Präsentation nicht dabei war, solche „Abfallprodukte“ im Netz anschaut, stellt man nicht selten fest, dass es den Folien an Aussagekraft fehlt. Das ist kein Wunder. Denn zum einen fehlen die erklärenden Worte des Referenten, und zum anderen fehlen oft die Notizen – also die weitergehenden Informationen zu den einzelnen Folien.

Dennoch werden solchen Präsentationen vielfach ohne weitere Ausführungen ins Netz gestellt. Für mich vermittelt eine solche Vorgehensweise den Eindruck: „Sieh zu, dass du damit klarkommst!“ Nicht gut. Nicht kundenfreundlich. Denn das erzeugt keine gute Stimmung bei den BesucherInnen der Website.

Wenn also feststeht, dass die zu transportierenden Infos auch ins Netz gestellt werden sollen, könnten sie doch auch direkt für die Website zusammengestellt werden. Zumal sich auch eine Website mittels Beamer präsentieren lässt.

Also: Statt den Arbeitsaufwand in die Erstellung der PowerPoint-Folien zu investieren, wird er in die Aufbereitung der Infos für die Website investiert. Diese Investition ist meines Erachtens auch effektiver, weil sie sich vorrangig auf die eigentlichen Kunden konzentriert – und nicht auf formal vorgeschaltete Gremien.

Ein weiterer Vorteil ist: Wenn die Informationen nicht erst über den Umweg einer PowerPoint-Präsentation direkt auf der Website veröffentlicht werden, muss niemand auf das Treffen, die Versammlung, die Sitzung des Entscheidungsgremiums warten. Alle können sich anhand der Infos im Netz vorbereiten. Was die Dauer der Veranstaltung verkürzen könnte, da die Teilnehmer direkt in die Diskussion einsteigen können.


PS: Wenn dieses der 2. Teil ist, wo ist der 1. Teil? Hier: PowerPoint oder Website? Beinahe fünf Jahre alt, Wiederholungen inklusive. Und als Bonbon empfehle ich: Ärmelschoner statt Krawatte.