Lügde: Pony endlich wieder zu Haus

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Das Shetland-Pony darf endlich in Sabbenhausen grasen.
Im Hintergrund: der Kindergarten Sabbenhausen.

Angesichts von Themen wie: Werden wir bald einen großen, weit hin sichtbaren Berg abtragen lassen – für ein Pumpspeicherwerk? Werden wir uns demnächst mit den gigantischen Strommasten des SuedLinks in unserer pittoresken Landschaft anfreunden müssen? Wird Lügde in Kürze die Stadt mit dem größten Verbrauch an Ohrenstöpseln sein, weil die mitten durch Lügde führenden Schienen demnächst zu einer „Hauptstraße“ für schwere Güterzüge wird? – angesichts solcher schwer fassbaren Themen, muss man auch mal eine schöne, heimelige Geschichte mit Happy End bringen dürfen.

Es geht also um ein Pony. Ein Pony, welches über Jahrzehnte hinweg als Ackerpferd – als Ackerbürgerpferd – herhalten musste. Ihr erinnert Euch an diese Geschichte: „Wie ein Shetland-Pony zum Ackerpferd wurde“?

Kurze Wiederholung: Das Pony weidete fast 30 Jahre vor dem Rathaus, am Eingang zum Marktplatz in Lügde. Dann aber, gegen Ende 2013, rückten die Bagger an, um dem Marktplatz in Lügde einem Facelifting zu unterziehen. Einen neuen Brunnen soll der Marktplatz auch noch bekommen. Daran sollen sich Ziegen verlustieren. Zwar gehörten einst Ziegen und Ackerpferde zum Alltag von Lügde. Heute gehören aber nur noch Ziegen dazu – dafür gibt es sogar einen Beschluss [1].

Die Frage war also: Wohin mit dem Ackerbürgerpferd Shetland-Pony? Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr sich hier die Menschen, Zeitungen und sogar Facebooker Sorgen über den Verbleib des Pferdchens gemacht haben. Dabei hatten wir, von soheit.de, schon vor über einem Jahr die Lösung:

Eigentlich gehört das Bronze-Pony nach Ratsiek oder Sabbenhausen, gab ich zu bedenken, da Prof. Heinrich Drake in Ratsiek geboren ist. »Stimmt. Man könnte das Pferd in Sabbenhausen aufstellen, dort, wo jüngst das ehemalige Schulgebäude in Sabbenhausen abgerissen wurde. Denn die Fläche soll ja auch schön hergerichtet werden.«

Wie ein Shetland-Pony zum Ackerpferd wurde (10.8.2013)

Seit dem 5.9.2014 soll es genau dort stehen – auf dem inzwischen fertiggestellten Dorfplatz in Sabbenhausen. Ein Beweisfoto werde ich nachliefern. [Update: Ist erledigt. Das Foto habe ich oben eingeklebt.] Nun ist das Pony endlich wieder zu Haus, an dem Ort, an dem sein Schöpfer geboren und auch zur Schule gegangen ist.

[1] Verdrahtet habe ich nur die Verwaltungsvorlage zum Tagesordnungspunkt „Skulptur ‚Drake-Pony‘“. Sobald der Beschluss veröffentlicht ist, werde ich den DeepLink nachreichen.

Update: Eben habe ich mich darauf hingewiesen, dass das Shetland-Pony zuvor ja noch nie in Sabbenhausen gewesen ist. Also muss es heißen: Pony endlich wieder zu Haus. Gut, dass es so aufmerksame Menschen gibt.