Es wird viel zu wenig gelobt

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Fachwerkhäuser in
Lügde

Fachwerkhäuser in Lügde

»Luegde.de ist doch dein Kind.« Diesen Satz habe ich verschiedentlich schon gehört. Auch wenn das meistens positiv gemeint ist, stört mich dieser Vergleich. Denn luegde.de ist nicht „mein Kind“, nicht mein Produkt. Ich bin nicht für luegde.de verantwortlich und auch nicht alleinzuständig. Die Website müsste das „Kind“ aller Leute im Rathaus und der Einrichtungen der Stadt Lügde sein. Doch wer mich kennt, oder regelmäßig meine Texte hier ließt, weiß, dass mir sehr viel an der Website liegt.

Wie auch immer, ich arbeite fast ständig daran, dass luegde.de mit den Webangeboten anderer Städte und Gemeinden mithalten kann. Doch wenn ich mir die Kritiken der vergangenen Monate in Erinnerung rufe, waren es zum überwiegenden Teil negative.

Es wären zu wenig Bilder in dem Webangebot, ist eine häufig genannte Kritik. Was ich davon halte, habe ich hier mehrmals verklärt. Gleichwohl komme ich gleich noch mal kurz auf das Thema Bilder zurück.

Und dann war da diese Geschichte: Luegde.de eine Online-Pleite? Ich nenne sie meine Semmel-Geschichte. Naaa ja. Es gäbe darüber noch viel zu schreiben. Vielleicht später mal.

Vor ein paar Tagen erhielt ich dann eine E-Mail mit diesem Inhalt:

Liebes Fachgebiet Zentrale Dienste, mir ist noch mal aufgefallen, wie toll Eure Homepage ist. Wirklich! Man muss sich richtig zwingen davon loszulassen, so viel Spaß macht das. Glückwunsch! Einen lieben Gruß aus Pyrmont.

— Ein Lob vom Hospiz-Verein Bad Pyrmont e.V.

Der Vollständigkeit halber: Die Verfasserin der E-Mail ist Lügderin und ich habe sie bei der Vorbereitung zum Lügder Tag des Ehrenamtes 2013 näher kennengelernt. Seitdem haben wir uns jedoch nicht mehr gesprochen. Es hat sich schlicht nicht ergeben. Ich habe mich so über das Lob gefreut, dass ich das sogar unter luegde.de schreiben musste: Das tut gut!

Was ihr denn im Einzelnen an der Website luegde.de gefallen würde, habe ich sie daraufhin gefragt. Und selbstverständlich bat ich sie auch mir sagen, was ihr weniger gefallen würde.

Sie erzählte mir, dass sie unter luegde.de etwas gesucht und auch schnell gefunden habe. Dabei habe sie bemerkt, wie viel es in dem Webangebot zu entdecken gäbe.

Zum Beispiel die darin erklärten Dienstleistungen: Die Ausführungen seien größtenteils sehr verständlich. Allerdings sei sie auf diesen Teil der Website erst relativ spät gestoßen. „Vielleicht solltet ihr den Link dorthin präsenter positionieren“, empfahl sie mir.

Die Aufteilung des Angebotes „Rathaus & Verwaltung“ und „Freizeit & Tourismus“ würde ihr sehr gefallen. Und dass die aktuellen Veranstaltungstermine, auch aus den Ortsteilen sofort zu sehen seien gefiel ihr, und besonders: „Wenn ich dann einen Termin aufrufe, finde ich oft auch gleich einen Link zur Website des Veranstalters. Das finde ich sehr praktisch. Dann kann ich mich dort ausführlich über die Veranstaltung informieren.“

Sie habe von verschiedenen Dingen gehört, zum Beispiel vom Lügde-Becher oder der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Heimatmuseum. Und siehe da, auch unter luegde.de findet man dazu Informationen.

Begeistert sei sie auch von dem Bilderbogen, von den interessanten Perspektiven und dem eigenwilligen Format der Bilder. Und man könne sogar nachlesen, was die Fotos zeigen.

Kurzer Einschub: Der Bilderbogen ist ein Relikt aus der Zeit vor dem jüngsten Relaunch von luegde.de. Das sind Fotos aus der Reihe „Bild der Woche“ (siehe auch: Vollversionen). – Ach ja. Ein bisschen trauere ich diesem Feature immer noch nach. Ich wollte ja mal von all diesen Bildern mit dem Format eine Art Kalender bringen – also die Fotos den jeweiligen Monaten und Jahreszeiten zuordnen. Aber man hat mich zurückgepfiffen. Doch vielleicht mache ich mir trotzdem mal die Mühe. Denn auch Fotos auszusuchen, zuzuschneiden, zuzuordnen, hochzuladen und zu betexten ist eine zeitintensive Geschichte.

»Luegde.de ist so unkonventionell, untypisch«, lautete ihr Fazit, das zeige sich zum Beispiel besonders an der Rubrik „Ganz unbürokratisch“. »Ehrlich, wenn ich Lügde nicht kennen würde und auf der Website gestöbert hätte, ich hätte richtig Bock darauf, die Stadt kennenzulernen!«

Hach, da geht mir doch das Herz auf. Als ich mich bei ihr für das Lob bedankte und wir dabei kurz auf die vielen negativen Kritiken zu sprechen kamen, sagte sie noch: »Ja, das ist leider so, es wird viel zu wenig gelobt.«