Eine E-Mail aus dem (fast) Nichts

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Ein merkwürdig geformter
Baumstumpf

Urmel aus dem Eis, oder…

Als ich seine E-Mail gelesen hatte, musste ich an den Satz eines guten Freundes denken: »Die Menschen in deinem unmittelbaren Umfeld werden nicht die eifrigsten Leser deines Blogs sein. Aber hier und da wirst du dich noch wundern, wer darin liest.« Das sagte er mir vor etwa sieben Jahren.

Er hat recht behalten. Obwohl soheit.de nahezu lautlos vor sich hindümpelt, obwohl ich nicht auf Facebook, Twitter &CoKG damit „werbe“ – was ja auch nicht geht, weil ich dort nicht (mehr) aktiv bin – werde ich immer mal wieder überrascht von interessanten Menschen, die mich auf mein Blog ansprechen.

Andreas Edler zum Beispiel, kannte ich vorher nicht. Andreas ist der fleißigste Kommentarschreiber hier auf soheit.de. Aber es waren nicht nur seine Kommentare, sondern es waren die Texte in seinem Blog, die mich darauf brachten, ihn hier mal näher vorzustellen. Als begeisterter Fahrradfahrer ist Andreas für mich auch die erste Adresse, wenn es um das Thema „der Fahrradfahrer als Verkehrsteilnehmer“ geht.

Doch zurück zum ersten Satz. Besagter E-Mail-Schreiber ist mir nicht unbekannt. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, wann ich ihn zuletzt gesehen habe. Vielleicht war es ein Foto von ihm in der Zeitung. Und ich glaube, wir haben – außer einer freundlichen Begrüßung im Vorübergehen – nie mit einander gesprochen.

Ein bisschen merkwürdig ist das schon, denn schließlich waren wir mal Nachbarn – und das für einige Jahre. Allerdings war ich damals noch ein Knirps und er schon ein kraftstrotzender Jugendlicher. Bei dieser Konstellation kann es schon mal an kompatiblen Gesprächsthemen fehlen. Aber wie gesagt, das liegt schon Lichtjahre zurück.

Kurios bleibt es trotzdem. Denn auch wenn er schon seit Äonen nicht mehr nebenan wohnt, sein Haus steht nur eine Parallelstraße weiter – allerdings an einem Straßenabschnitt, den ich maximal dreimal im Jahr passiere. Und obwohl unsere Häuser höchstens 200 Meter Luftlinie auseinander liegen, haben wir uns aus den Augen verloren.

Und nun seine E-Mail. „Soheit-Seite“ steht in der Betreffzeile. Die E-Mail ist lang, distinguierte Schreibweise, aber nett. Auf soheit.de sei er zufällig gestoßen, wobei ihn die Fotos motiviert hätten, auf der Website zu verweilen. Seiner E-Mail hat er zwei Foto beigefügt und mir für deren Veröffentlichung auf soheit.de alle Freiheiten und Rechte eingeräumt – es sind die Fotos, die Ihr hier seht.

Ein merkwürdig geformter
Baumstumpf

…die Nessie vom Mörth.

Bei ihm, seiner Frau und zwei Freunden hätten die Fotos sofort dieselben Assoziationen geweckt. Ohne mir die zu verraten bat er mich ihm mitzuteilen, woran mich die Motive erinnern würden. Sieht aus wie das liebenswürdige Ungeheuer von Loch Ness, dachte ich.

Soheit der erste Teil aus dieser Serie. In der nächsten „Sendung“ erfahrt Ihr, wer der geheimnisvolle E-Mail-Schreiber ist, und vor allem, was er zu erzählen hat. Ich bin schon sehr auf das Treffen mit ihm gespannt…