Wer seriös informieren möchte, sollte auch seriös arbeiten

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Mit Feuereifer schrieb sie an verschiedenen Texten. »Seit wann interessieren dich denn diese Themen?« »Du, wenn du mal in den verschiedenen Chroniken liest, findest du total spannende Sachen, die ich, obwohl ich glaube gut über unsere Orts-Geschichte informiert zu sein, auch nicht wusste.« Ihre Begeisterung war greifbar. »Gut und schön, aber wofür schreibst du diese Dinge?«, hakte ich nach. »Für unsere neue GPS-Route!«

»Hör mal zu! Wie findest du diesen Text?« Sie las ihn mir vor. »Der Text ist gut – informativ und gleichzeitig kurzweilig.« Dennoch hatte ich ein paar Fragen: »Wirst du auch die Quellen der Informationen angeben von denen du da schreibst? Und denkst du daran, die Zitate entsprechend zu kennzeichnen? Denn einige Sätze hören sich so an, als seien sie von dir.« »Ja, das kann ich ja noch machen«, gab sie mir zur Antwort, fügte jedoch hinzu: »Aber es sind doch keine Texte für eine Website…« Damit hatte sie mir zwei Stichwörter genannt.

Das erste Stichwort: Die Quellen der Informationen anzugeben auf die ich mich beziehe, und Zitate aus Quellen zu kennzeichnen, mache ich nicht nur aus rechtlichen Gründen.

Auch wenn es lästig erscheint, ich tue das sogar gern. Denn ich möchte damit die Leistungen des Urhebers würdigen, und diese nicht als meine verkaufen. Das bedeutet für mich Fairness, Respekt und Wertschätzung gegenüber meinen Mitmenschen. Und daher kennzeichne ich Zitate lieber einmal mehr als weniger – auch wenn das rechtlich nicht in jedem Fall erforderlich ist.

Das gleiche gilt für mich für Fotos, die ich nicht selbst aufgenommen habe. Wenn ich nicht ein eindeutiges Okay für die von mir beabsichtigte Verwendung erhalte, nutze ich solche Fotos nicht. Auch hier übe ich mich – unabhängig von einer rechtlichen Bewertung – eher in Zurückhaltung.

Selbst wenn es im digitalen Zeitalter schnell und einfach ist, Texte und Bilder zu kopieren. Das soll mich aber nicht dazu verleiten, meine moralische Haltung schleifen zu lassen. Und ich denke, dass wer so handelt, schlussendlich glaubwürdiger ist.

Fazit: Wenn ich seriös informieren möchte, sollte ich auch seriös arbeiten – egal für welchen Leserkreis und für welches Publikations-Medium ich schreibe.

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