Schlichtheit siegt, Klappe die wasweißich

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Ein
Sprungbrett

Das Thema Webdesign hatte ich hier schon häufiger „am Wickel“. Und regelmäßig lasse ich Töffel mich in eine Diskussion darüber hineinziehen. Webdesign – grrr!

Nichtsdestowenigertrotz: Immer wieder predige ich mein persönliches Webdesign-Motto: Schlichtheit siegt.

Vor Äonen von Jahren berichtete ich bereits, dass ich dieses Motto von dem Titel eines historischen Zeitungsartikels habe. Der Autor des papierenen Artikels hatte sich mit dem Thema Webdesign auseinandergesetzt. Zwischenzeitlich glaube ich sogar zu wissen, in welchem Blatt der Artikel erschienen ist: Es war das Handelsblatt. Denn ich meine, Thomas Knüwer hatte diesen Beitrag in seiner Serie Netzwert Reloaded mal beleuchtet. Leider finde ich auch diesen Artikel nicht wieder.

Wie dem auch sei, beim Webdesign galt vor Lichtjahren und es gilt meines Erachtens auch heute noch: Schlichtheit siegt. Bevor ich zum Punkt komme, der Artikel der mich zum Schreiben dieses Beitrages motiviert hat, erinnerte mich auch und besonders an ein Gespräch mit einem Marketing- und Tourismusexperten.

Mit einigen Mitarbeitern hatten die Fachleute ein touristisches Projekt ins Leben gerufen und wollten dazu nun auch eine Website erstellen. Flyer und Plakate waren selbstverständlich schon gedruckt. Texte und Fotos für die Website dagegen hatten die Tourismusfachleute jedoch noch nicht. Aber sie waren sich im Klaren: Wir wollen mit unserem Webangebot Emotionen transportieren. Wie das geschehen sollte, darüber hatten sie sich allerdings noch keine Gedanken gemacht.

Dem Marketing- und Tourismusexperten, wie auch vielen anderen Leuten mit denen ich mich über Webdesign unterhalten habe, erklärte ich: Was zählt sind Inhalte und das diese möglichst einfach erschlossen werden können. Ein beeindruckendes Design beeindruckt nur ein, zwei, vielleicht drei Mal. Wenn es aber nichts Neues zu lesen gibt, wird der Besucher des Webangebotes nicht wiederkommen.

So, und nun zu dem Artikel, der vorhin bei mir ein Grinsen bis über beide Ohren verursacht hat: Zur Hölle mit Parallax!

[…] Es ist jedoch nicht okay, die gesamte Aufmerksamkeit des Nutzers mit Gewalt vom Inhalt fernzuhalten und komplett auf die Effekthascherei zu lenken. […]

Die klassische Zwickmühle: Sowohl Kunde als auch Designer haben nicht die Endnutzerbrille auf. Sie kennen das Unternehmen bereits, sie kennen die Website ebenfalls. Doch der unbedarfte Nutzer […] mag es übersichtlich, schnell und erst an dritter Stelle beeindruckend. Wenn überhaupt.

Unabhängig von der Technik gilt auch im Jahr 2013: Webdesign bedeutet zum großen Teil: Übersicht schaffen, Dinge aufräumen, klare Strukturen herausbilden, Informationen zugänglich gestalten. […]

Und jetzt kommt´s:

Der Wow!-Faktor ist zu vernachlässigen.

[Quelle: praegnanz.de]