Marienhöfe in Lügde: Die Öffentlichkeit hat mehr erfahren

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 3 Minuten

Die Altstadt von Lügde aus der Kirchturmperspektive (28.9.2006, 757). Hinten, rechts ist die Kilianskirche zu sehen. Rechts im Bild die Mittlere Straße, links die Vordere Straße, ganz links der Alte Wall mit der Stadtmauer.

Kaum hat man sie angekündigt, da sind sie auch schon da – die Informationen. Im Juni 2012 gab ich die frohe Kunde weiter: „Marienhöfe in Lügde: Die Öffentlichkeit soll bald mehr erfahren“. Und nur ein halbes Jahr später ist es schon soweit: „Die Marienhöfe in Lügde – eine Zusammenfassung“. Erstaunlich, wie schnell im Internet-Zeitalter Informationen bereitgestellt werden…

Ich finde das Projekt Marienhöfe sehr interessant. Mitten in der historischen Altstadt von Lügde wird ein ganzer Gebäudekomplex saniert beziehungsweise erneuert. Das ist so eine Maßnahme, an die ich neulich – in dem Artikel „Wie können Lügde und Bad Pyrmont noch dichter zusammenrücken?“ – gedacht habe: Wir brauchen keine „bauliche Nachverdichtung“ entlang dem Emmertal, wir sollten zusehen, das wir die vorhandene Bausubstanz sanieren und attraktiver gestalten.

Das ist auch ein Grund dafür, weshalb ich darauf gedrängt habe die Öffentlichkeit endlich mehr erfahren zu lassen – dass der besagte Artikel erscheint. Eigentlich sollte und wollte ich nur einen kurzen Info-Text mit einem Link zur Website des Vermarkters schreiben. Doch leider hatte dieser noch keine Infos zu den Marienhöfen aufbereitet. Ich finde das bemerkenswert:

Ein Investor, ein jung-dynamisches Architekturbüro und eine Bank, die das Projekt vermarktet – aber keiner der drei Beteiligten hat dieses Projekt bislang auf der eigenen Website zum Thema gemacht. Doch für alle drei Beteiligten wäre das Projekt ideal geeignet gewesen, um damit die eigene Arbeit schrittweise zu dokumentieren und dabei fast schon nebenbei – quasi als Abfallprodukt – für sich zu werben.

Ich bin gefragt worden, warum das Projekt den Namen „Marienhöfe“ trägt. Möglicherweise aus diesem Grund:

In Ihren Perspektivüberlegungen schlugen die Planer die Stärkung des Einzelhandels durch die Schaffung einer “Hauptlage” in einem attraktiven Mittelpunkt vor. Dazu könnten die bisher ungenutzten und für die Öffentlichkeit unzugänglichen Blockinnenbereiche in den Quartieren zwischen Kloster und der Pfarrkirche “St. Marien” einer neuen Nutzung zur Attraktivitätssteigerung der Verkaufsflächen zugeführt werden. Die Idee einer gemeinsamen Nutzung der “Marienhöfe”, so schon mal ein Bezeichnungsvorschlag, sei ein Alleinstellungsmerkmal für Lügde.

[Quelle: „Vision “Marienhöfe” für Lügdes Einzelhandel“, luegde2015.lippeblogs.de, 2008] Beabsichtigt ist, in dem überplanten Areal die Hinterhöfe der Gebäude zu einem großen Innenhof zu „verschmelzen“. Da dieser Innenhof quasi im Schatten des Kirchturms der Sankt Marien Kirche liegen würde, hat das Projekt wohl den Namen „Marien(innen)höfe“ erhalten.

PS: Auf dem Foto oben zu erkennen sind Hinterhöfe von an der Vorderen Straße (in etwa der Bildmitte) und Mittleren Straße (rechts im Bild) gelegenen Gebäude. Die im Planungsbereich der Marienhöfe gelegenen Hinterhöfe liegen allerdings auf der anderen Seite des Kirchturmes – wenn man so will: unten, hinter mir, also hinter dem Fotografen.