Sei ein Erklärbär!

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Keine Fragen unbeantwortet
lassen

Es gibt sie in allen Bereichen – die Fachausdrücke und die Abkürzungen. Fachausdrücke wie Abkürzungen sind geradezu prädestiniert Menschen in zwei Gruppen zu teilen: Auf der einen Seite die, die sie verstehen und auf der anderen Seite die, die sie nicht verstehen.

Wenn ich der Meinung bin: „Ach, mein Webangebot richtet sich nur an einen ganz bestimmten Personenkreis, diese Leute wissen schon was die von mir verwendeten Fachausdrücke und Abkürzungen bedeuten“, dann nehme ich bewusst in Kauf, dass einige Besucher meines Webangebotes kein zweites Mal dort hineinschauen, weil sie das ein oder andere nicht verstanden haben.

Ich glaube jedoch nicht, dass beispielsweise ein Verein Besucher seines Webangebotes ausschließen möchte. Dennoch wimmelt es nicht selten auch in solchen Webangeboten von Fachausdrücken und Abkürzungen, ohne dass sie an einer Stelle erklärt werden. In den meisten Fällen geschieht dies vermutlich unbeabsichtigt – man hat einfach nicht an diejenigen Leserinnen und Leser gedacht, die nicht im Thema sind.

Nun ereifere ich mich nicht über jeden nicht erläuterten Fachbegriff. Aber wenn ich nach dem Lesen eines Textes mehr Fragen als Antworten habe, nervt mich das schon. Umgekehrt stimmt es mich zufrieden, wenn ich mich von einem Text gut informiert fühle, und wenn ich dafür nicht erst umständlich die Fachbegriffe recherchieren musste.

Wer also keine genervten Bürger, Kunden, Leserinnen haben möchte, der sollte ihnen auch möglichst keinen Anlass dazu geben. Und wer zusätzliche Kunden oder Vereinsmitglieder gewinnen möchte, der sollte Wort- und Textbarrieren gänzlich vermeiden.

Sei ein Erklärbär!

Lass die Menschen die nicht im Thema sind nicht dumm sterben – sei ein Erklärbär! Hier ein paar Vorschläge, wie sich ein mögliches Rätselraten um Abkürzungen oder Fachausdrücke vermeiden lässt:

Die einfachste Variante ist, die jeweiligen Fachausdrücke mit Seiten im Netz zu verlinken, auf denen der Begriff erklärt wird. Dabei sollte man darauf achten, dass die Erklärung dort auch verständlich ist.

Möglich ist auch, die Abkürzung beziehungsweise den Fachausdruck bei der ersten Erwähnung im Text kurz zu erläutern. Da Abkürzungen und Fachausdrücke in der Regel häufiger, also auch in anderen Texten verwendet werden, kann diese Methode ziemlich aufwendig werden.

Um diesen Aufwand geringer zu halten, würde ich ein separates Register (das heißt einen eigenen Artikel) erstellen, in dem ich alle verwendeten Fachbegriffe alphabetisch sortiert aufführen, und zu jedem Fachbegriff die entsprechende Definition eintragen würde (Glossar). Auch für die Erläuterung der fachspezifischen Abkürzungen würde ich ein Abkürzungsverzeichnis anlegen.

Sind für die Definition eines Fachbegriffes mehr als zwei, drei Sätze erforderlich, schreibt man für die Definition halt einen separaten Artikel und verschlagwortet ihn zum Beispiel mit: Definition, Fachbegriff oder dergleichen.

Ein solcher erklärender Artikel muss nicht unbedingt nach Enzyklopädie klingen. Wäre soheit.de das Webangebot eines Reitervereins, könnte ich zum Beispiel diese Texte und Fotos als Erklärung von Fachbegriffen deklarieren und verlinken: „Vom Dreieckszügel“, „Gebiss No. 1“, „Gebiss No. 2“ (Okay, ich müsste die Beispiele noch ein bisschen ergänzen und sauberer ausfeilen.)

Eine weitere Alternative wäre, eine FAQ-Seite anzulegen:

Frequently Asked Questions, kurz FAQ, englisch für häufig gestellte Fragen, sind eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten zu einem Thema.

[Quelle: de.wikipedia.org] Mein Tipp: Wenn Dir dreimal die gleiche Frage zu einem fachspezifischen Thema Deines Webangebotes gestellt worden ist, dann solltest Du die Frage auf einer solchen Seite einstellen und beantworten.

Habe ich sehr viele Fachbegriffe zu erklären und „Häufig-gestellte-Fragen“ zu beantworten, würde ich beides anlegen: Ein Register für die Fachbegriffe und den entsprechenden Erklärungen, und eine Seite mit den „Häufig-gestellten-Fragen“ nebst Antworten.

Ach ja: Dies ist ein Textbaustein.