Vom Abtauchen

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Oh Gott, wie sieht das hier wieder aus!

Phool, 13. Februar 2011: Bevor ich mich dem wichtigen Tagesordnungspunkt, dem Abtauchen zuwende, hier noch einige Daten für´s Protokoll:

Ich war heute wieder nicht zur Stelle. Selbstverständlich hat das einen Grund: Es ist mieses, regnerisch, kühles Wetter. Ein dicker, grauer Wolkenmantel bedeckt das Azurblau des Himmels. Der Schnee von gestern ist über Nacht zwar abgetaut, aber die Gärten macht das nicht schöner. Weil mir mein großer Onkel schon am vergangenem Mittwoch prognostizierte: »Du, mit dem Wetter wird das Sonntag nix«, habe ich am Mittwoch schon vorgearbeitet und ein Foto vom Nicht-Tatort (denn getan hat sich dort nichts) geschossen. Besagtes Foto werde ich, sobald wir hiermit durch sind, hochbeamen.

Schreiten wir nun zum entscheidenden Punkt der heutigen Tagesunordnung: Dem Abtauchen. Das „Abtauchen“ kennen wir von Politikern, aber auch Gartenmütter und -Väter wissen davon ein Lied zu singen – sofern sie einen Gartenteich ihr Eigen nennen. Gegen Ende der Gartensaison, wenn alles Winterfest gemacht wird, gehört das Abtauchen zur Pflicht. Denn auch ein Gartenteich braucht die Fürsorge des Menschen. Weil: Machen wir uns nichts vor, nur Menschen wissen, wann etwas wirklich ordentlich ist. Infolgedessen müssen Gartenteich-Inhaber, um Ordnung unter der Wasseroberfläche zu schaffen, eben abtauchen.

Nun stellt sich die Frage: Was machen die denn da unten so? Nun, das hängt ganz von der Größe des Teiches ab. Wer mal in einem dieser lippischen Barrier Reefs getaucht ist, kann sich das schon denken. Korallenbänke müssen abgeschraubt, geschliffen, gestrichen und eingelagert, die Raubfische inhaftiert und die Quastenflosser in eine Beautyfarm eingeliefert werden. Auch die Seeanemonen bekommen das volle Programm: Waschen, Schneiden, Färben, Föhnen. Und wenn man sie an der Wasseroberfläche nicht mehr sehen kann, braucht es neue, stärkere Strahler für die Unterwasser-Illumination.

Schönen Sonntag noch.