Salz auf unserer Haut

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Benoîte Groults Roman stand über zwei Jahre auf Platz 1 der deutschen Bestsellerliste und hat auch heute nichts von seinem Zauber und seiner erotischen Spannung verloren - ein Klassiker!

…über zwei Jahre auf Platz 1? Ich kann das nicht nachvollziehen. Aber Plätze auf Bestsellerlisten waren für mich noch nie ein Kriterium ein Buch zu kaufen.

Ich habe den Roman „Salz auf unserer Haut“ gelesen, weil in einigen Rezensionen besonders der Schreibstil der Autorin hervorgehoben wurde. Dem kann ich zustimmen. Benoîte Groults Schreibstil ist außergewöhnlich. Binnen weniger Sätze verflechtet sie fein ziselierte Poesie mit groben Holzhammerschlägen. Wobei die Holzhammerschläge in die mit Vulgarität beschriftete Schublade gehören, die ich verschließen würde. Diese Textpassagen bereichern den Roman nicht. Vielleicht bin ich auch zu prüde.

In ihrem Roman „Salz auf unserer Haut“ erzählt Benoîte Groult von der Liebe zwischen „George Ohne-es“ und Gauvain. Es gibt eigentlich nur eines, dass die beiden gemein haben: Ihr sexuelles Verlangen aufeinander. Und das ist der rote Faden, der sich durch den Roman und durch das ganze Leben der beiden Protagonisten zieht.

Die in einem Handlungsstrang erzählte, facettenarme Geschichte hat mich nicht gefesselt. Gleichwohl hat sie einen entspannenden Unterhaltungswert, der für mich hauptsächlich aus der Beobachtung des doch oft künstlerischen Schreibstils der Autorin bestand.

Das obige Zitat ist auf dem hinteren Buchdeckel des Romans abgedruckt.