Hier kocht Muttern noch selbst

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Darf man auf der Website einer Stadt so einen Artikel schreiben? Oder so einen? Nicht jeder kann sich damit anfreunden, habe ich festgestellt. »Komm lass uns ein bisschen menscheln.«, versuche ich dann zu erklären. Eine Stadtverwaltung kann doch zeigen, dass dort Menschen arbeiten, Leute wie Du und ich. Vielleicht lässt sich auf diese Weise sogar das ominöse Gebilde „Die Stadt“ ein bisschen auflösen. Und wer weiß, möglicherweise stärkt es auch das Wir-Gefühl.

Also: Warum müssen es immer mit Ärmelschonern verfasste Texte im sperrigen Beamtendeutsch sein? Warum sollten Artikel immer nach schwerer Hochglanzbroschüre, nach Marketing-Gesäusel klingen? Warum immer diese anonymen, wenig authentischen Textbeiträge? Warum nicht einfach auch mal dazu stehen: „Hier kocht Muttern noch selbst!“?

Das gleiche gilt für Fotos. Das Foto oben hat mir mein Kollege Dirk angeboten: »Kannst du das für luegde.de gebrauchen?«, fragte er mich. Dabei musste ich wieder daran denken: Wenn doch alle mal ihre schönsten Fotos von Lügde zusammenwerfen würden… Ja, ich schrub das kürzlich erst.

Soll heißen: Für das Webangebot der Stadt Lügde, luegde.de, ist kein Foto eingekauft worden. Nahezu alle Fotos sind von Hobby-Fotografen geschossen worden. So, wie das geniale Foto von Dirk oben, was ich selbstverständlich mit Kusshand genommen und für das „Bild der Woche“ genutzt habe.

Ehrlicherweise muss ich dazu sagen: Wir haben kein Geld um Texte und Fotos von Profis erstellen zu lassen, die das dann bezahlt haben wollen. Zumindest ist mir dafür kein Budget zur Verfügung gestellt worden. Nun ja, dann müssen wir halt selber „kochen“. Wir leisten damit also schon lange einen Beitrag für die Aktion „Lügde spart“.

Nebenbei: Unten, in der rechten Hälfte des Fotos ist ganz klein der Köterberg zu sehen. Auf der größeren Version des Bildes lässt sich das besser erkennen.