Heute im Angebot: Schlagwörter

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Selbstverständlich frage ich mich, ob das, was ich hier so schreibe, auch jemand interessiert – wie zum Beispiel meine jüngsten Ergüsse zu den Stichworten: Lippeblogs, Artikel, Fotos, Zitate, Vorschläge & Ideen, Termine, Lesezeichen etc., etc. Für echte Vielfahrer, also für Leute, die viel und intensiv im Netz unterwegs sind, ist das alles und seit langer Zeit selbstverständlich. Aber was ist mit den anderen? Was ist mit denen, die sich weniger oft im Netz bewegen? Interessieren die sich für solche Informationen? Lesen die solche Texte? Ich weiß es nicht.

Aber ein Bedarf ist da. Das beobachte ich jeden Tag, wenn mir Mitmenschen ihre Vorstellungen unterbreiten, wie ein Webangebot auszusehen und zu funktionieren hat.

Also gut, im Angebot heute: Schlagwörter, auch „Tags“ genannt.

Schlagworte sind diese Begriffe, die hier (derzeit noch) links neben diesen Text stehen. Die Schlagworte mit Hyperlinks hinterlegt und listen, wenn man einem der Links folgt, alle Artikel auf, die ebenfalls mit dem betreffenden Schlagwort versehen wurden. Das ist auch in allen andern Bereichen meines Gemischtwarenladens (soheit.de) so. Folge ich zum Beispiel dem Schlagwort „Pflanzen“ in meiner Fotoabteilung (photos), werden mir alle Fotos aufgelistet, die ich entsprechend verschlagwortet habe. Klicke ich auf ein Schlagwort von einem Zitat (quotes), werden alle Zitate aufgeführt, die ebenfalls den gewählten „Tag“ führen, und so weiter.

Schlagworte lassen sich auch kombinieren. Bleiben wir in der Fotoabteilung: Ich verbinde die Schlagwörter „emmer“ und „hochwasser” (soheit.de/tags/emmer+hochwasser/photos) und siehe da – angezeigt werden alle Fotos, die die Emmer im „Vollrausch“ zeigen. Es macht also durchaus Sinn, viel Sinn beim Vergeben von Schlagwörtern aufzuwenden. Denn mit solchen Kombinationen lassen sich verstreute Informationen hervorragend zusammenziehen und sogar ganze Websites strukturieren.

Schlagwörter müssen nicht unbedingt Wörter sein, die auch in dem jeweiligen Text vorkommen. Es empfiehlt sich auch Begriffe zu verwenden, die nah am Thema sind. Ein Blick über den Tellerrand ist auf jeden Fall anzuraten: Welche Schlagwörter wurden von anderen Webanbietern, Bloggern verwendet, wenn sie sich mit der gleichen Thematik auseinandergesetzt haben?

Volltext-Recherchen (zum Beispiel hinter dem Such-Formular) durchforsten oft auch die Schlagwort-Listen. Wenn ich beispielsweise einen Text zum Thema „Eheschließung“ schreibe, würde ich den Text auch mit den Schlagwörtern: Hochzeit, Trauung, Heirat, Vermählung versehen – sofern ich die Begriffe nicht schon im Artikel verwendet hätte. Auf diese Weise lässt sich die Treffer-Quote aufgrund einer Volltext-Recherche erhöhen. Denn ich weiß ja nicht, mit welchem Suchbegriff die Besucher meiner Seite nach einem Text zur „Feier anlässlich der Schließung einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft“ recherchieren.

Wenn ich jedoch schon weiß, dass ich relativ regelmäßig Artikel zum Thema „Eheschließung“ schreiben werde, würde ich mich auf nur einen der mögliche Begriffe als Schlagwort festlegen. Denn sonst müsste ich ja bei jedem Artikel darauf achten, dass auch bloß alle Schlagwörter dabei sind: Eheschließung, Hochzeit, Trauung, Heirat…

In dem Fall ist es vielleicht ratsam, gleich zu Beginn eine Art „Köder-Artikel“ für die Volltext-Recherche zu verfassen. In diesem Köder-Artikel sollten alle Begriffe (Eheschließung, Hochzeit, Trauung, Heirat usw.) vorkommen. Wobei man sich, wie gesagt, nur einen der in Betracht kommenden Suchbegriffe als Schlagwort – jetzt und für alle Zukunft – ausgucken sollte.

Wenn ich später weitere Artikel zum Thema schreibe, ist es nicht unbedingt erforderlich alle artverwandten Begriffe wieder zu erwähnen. Wichtig ist nur, dass ich immer das Schlagwort zum Einsatz bringe, wofür ich mich anfangs entschieden habe. Es mag zwar sein, dass die Suchmaschine dem Besucher dann nur den Köder-Artikel anbietet, aber der Besucher hat dann noch die Möglichkeit, sich mit dem Schlagwort alle anderen Artikel zum Thema anzeigen zu lassen.

Ich bin zwar noch nicht durch mit den Tags, aber Schlagwörter können einen ganz schön erschlagen, nicht wahr?