Für Eile fehlt mir die Zeit

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Eine Magnolie im Licht der Abendsonne.

…und aus dem Grund liegt das gleichnamige Buch von Horst Evers schon seit Wochen auf meinem Schreibtisch. In der Zeit ist es mehrmals abgetaucht und wieder an die Oberfläche gespült worden. Wie das halt so ist, mit den Gezeiten der Papierbewegungen auf einem Schreibtisch.

Heute liegt es mal wieder frei. Und bevor mir wieder die Zeit oder die Eile, oder beides fehlt – hier mein Urteil: Freispruch. Aber der Länge nach:

Ich habe zuvor noch nie etwas von Horst Evers aus Evershorst gelesen, gesehen oder gehört. Beim monatlichen Buchshopping bin ich zufällig auf das Buch gestoßen. Von den Rezensionen zum Buch verleitet, ließ ich es prompt in den virtuellen Einkaufswagen wandern. Tipp: Gehe nie mit leerem Kopf Bücher einkaufen!

Für Eile fehlt mir die Zeit“ allerdings ist ein Buch, dass man mit ruhigem Gewissen in den Bücher-Einkaufswagen legen kann, selbst wenn er schon soweit gefüllt ist, dass er das zulässige Gesamtgewicht überschreitet. Die Texte von Horst Evers sind von bewundernswerter Leichtigkeit. Sein Humor ist unaufdringlich, bisweilen schon fast warmherzig.

Die fünf Kapitel in „Für Eile fehlt mir die Zeit“ tragen die Namen der fünf Jahreszeiten. Thematisch entsprechend hat der Autor den Kapiteln verschiedene Kurzgeschichten zugeordnet. Im Kapitel „Frühling” findet man eine Geschichte mit dem Titel „Ich könnte auch Heidi Klum sein“, zum Kapitel „Sommer“ gibt´s beispielsweise die Geschichte „Mathematik macht schön“, und „Worst ever“ findet man im „Winter-Kapitel“. Ach, und die Kurzgeschichte „Kulturstadt Bielefeld“ hat der Horst Evers der fünften Jahreszeit, dem „Zweiten Frühling“ zugeordnet. Den Grund dafür habe ich nicht verstanden…

Wie auch immer, das Buch ist eine ausgezeichnete Lektüre für den Urlaub, den Feierabend, die Bahnreise, die Frühstückspause, den Aufenthalt im Wartezimmer… – zum Genießen und Schmunzeln.