Etwas mehr Übersichtlichkeit für luegde.de [2. Update]

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[…] Übrigens könnte die Homepage tatsächlich etwas mehr Übersichtlichkeit vertragen. […]

schreibt Ulrike Nolte in einem Kommentar zum Beitrag „Ein erster Schritt von vielen“ unter luegde-spart.lippeblogs, und bezieht sich dabei auf das Webangebot „luegde.de“.

Dass das Webangebot nicht übersichtlich sei, ist mir schon oft gesagt worden. Interessant ist, dass mir mindestens genau so oft gesagt worden ist, die Website sei gut und klar strukturiert.

Im Laufe der Jahre habe ich viele Webangebote erstellt, erneuert, beziehungsweise beim Aufbau von Websites mitgewirkt. Immer wieder war zu beobachten: Da ist etwas neu, manche Dinge sind nicht mehr da wo sie vorher waren, und schon setzt bei einigen Leserinnen und Lesern die Nervosität ein. Oder die Leute sind andere Webangebote gewohnt und berichten mir: Die Städte X, Y und Z haben das aber ganz anders gemacht, das finde ich viel besser. Tja – der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Und selbst wenn ich wollte, ich kann es nicht allen Recht machen.

Stichwort Übersichtlichkeit: Die Angebotspalette einer Stadt ist ziemlich umfangreich. Das Angebot übersichtlich darzustellen, ist eine Herausforderung.

Am Beispiel soheit.de versuche ich das mal zu erklären. Auch soheit.de ist ein großer „Gemischtwarenladen“. Ich greife einfach mal in die große Themen-Kiste und hole ein paar Schlagwörter daraus hervor – und schwupps haben wir: Bücher, Garten, Politik, Presse, Umgehungsstraße, Karl-der-Große, Schönen-Tag-noch, Internet – und weil es so schön zum Thema passt, das Schlagwort Webdesign.

Wie soll ich das übersichtlich darstellen? Steve Jobs sagte mal:

[Design:] It’s not just what it looks like and feels like. Design is how it works.

[Quelle: Steve Jobs, en.wikiquote.org]

Aus diesem Grund sieht soheit.de so schlicht, so übersichtlich aus. Ich verlasse mich voll auf meine Rezeption: Das Suchformularfeld.

Ja, ich mag übersichtliche Webangebote. Und wann immer ich davon erzähle, erwähne ich das Webangebot von Felix von Leitner: blog.fefe.de. Fefe braucht kein Gebimmel, er bimmelt selbst… Inhalt, Inhalt, Inhalt und Inhalt.

Nebenbei: Es gibt viele Leute im Netz, die wie ich, Artikel von anderen Webangeboten abonnieren. In meinem Feedreader sehe ich überhaupt nicht, wie das Webdesign der Seiten aussieht, von der die Artikel stammen – ich sehe nur die „nackten“ Artikel.

Zurück zu luegde.de: Welche Links in der Navigation, welche Teile der Navigation soll ich rausschmeißen?

Update 31. März 2011:

Es mag sein, dass der Text nicht richtig erkennen lässt, worauf ich hinaus will. Was ich damit transportieren will ist: Entscheidendes Kriterium eines Web-Angebotes ist das Angebot – der Inhalt. Ich versuche es mal mit einem Vergleich:

Ist es essenziell, ob die Suppe auf einem Suppenteller oder in einer Suppentasse serviert wird? Ist es substanziell, welche Farbe die Suppentasse oder der Suppenteller hat? Wichtig ist doch, dass es überhaupt Suppe (Inhalt) zu essen gibt, und dass diese auch schmeckt.

Also: Viel lieber würde ich mich über die Suppe, ach quatsch: über den Inhalt von luegde.de unterhalten. Ist er ausreichend, ist er verständlich, ist er ansprechend und so weiter. Fast könnte man meinen, die Diskussionen um das Webdesign entstehen, weil es dort nichts anderes gibt, über das man sich unterhalten kann.

Update 1. April 2011:

Navigation versus Suchformular:

Wie ich oben schon erwähnt habe, hat eine Stadt unglaublich viele Felder die sie zu „beackern“ hat. Das wird oft vergessen, weil der Mensch dazu neigt, nur sein akutes Problem gerade vor Augen zu haben. Würde man von allen Aufgabenfeldern, Infos und Eventualitäten entsprechende Links in die Navigation packen, könnte man (theoretisch) alles finden, aber übersichtlich wird das nie.

Das haben die schlauen Entwickler erkannt, und beschenkten uns mit der Möglichkeit einer Volltext-Recherche mittels Suchfeldformular. Doch leider wird das, zumindest bei luegde.de, viel zu wenig genutzt.

Das ist so, als würde ich in einem riesigen Kaufhaus stundenlang nach einem bestimmten Gegenstand suchen, ohne einmal auf den Gedanken zu kommen, die nette Verkäuferin (das Suchfeldformular) mit einer präzisen Frage zu konsultieren.

Aus dem Grund habe ich oben erzählt, dass ich mich hier - bei soheit.de - voll und ganz auf mein Suchfeldformular verlasse. Weiterführende Links innerhalb eines Artikels sind gut und wichtig. Aber: Die meisten Links in der Navigation einer Website, die gleichzeitig die Möglichkeit einer Volltext-Recherche anbietet, sind überflüssig. Sie verwirren nur.

Ich bin davon überzeugt, dass auch das Webangebot einer Stadt mit einer total schlanken Navigation auskommen kann. Vorausgesetzt, das Suchfeldformular ermöglicht eine gute Volltext-Recherche.

Das Problem ist meines Erachtens folgendes: Je mehr Links in der Navigation einer Website zu finden sind, desto weniger greifen die Leute auf das Suchfeldformular zurück. Und genau aus dem Grund habe ich oben gefragt:

Zurück zu luegde.de: Welche Links in der Navigation, welche Teile der Navigation soll ich rausschmeißen?

Meines Erachtens:

…ist das ein Entwicklungsprozess. Die oft verzweifelte Suche nach einem passen Link in der Navigation einer Website erklärt sich aus einer Zeit, in der Webangebote noch keine eigene Volltext-Recherche angeboten haben und auf reichlich Link-lastige-Navigation angewiesen waren. Jedoch: Eine vollgestopfte Navigation ist ein Relikt. Die noch vorhandenen, „konventionellen“ Navigationen halte ich für Zugeständnisse.

Und selbst das in den meisten, neueren Webangeboten eingebaute Suchfeldformular hat, wenn ich das richtig mitbekommen habe, schon den Zenit seiner Daseinsberechtigung überschritten. Es gibt Suchmaschinen. Aber: Bei den Suchmaschinen ist es wie im richtigen Leben: Je präziser ich meine Frage formuliere, desto größer ist die Chance, eine gute Antwort zu bekommen.