Es könnte auch etwas Gutes passieren

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Als ich kürzlich diese Spinnennetze fotografierte, erinnerte ich mich an einen Artikel, den ich vor ein paar Jahren geschrieben habe. Ich erinnerte mich, weil ich den Artikel mit einem Foto garniert habe, dass ebenfalls ein Spinnennetz als Motiv hat.

Was mir aber besonders in Erinnerung geblieben ist, dass es mir unglaublich schwer gefallen ist, den Artikel zu verfassen. Dabei besteht der Artikel aus nur einem Satz:

Ich wünsche allen einen wunderschönen Herbst!

Warum hat der sich für den Satz so einen abgebrochen?, werden sich vielleicht einige fragen. Nunja, es war mein dritter Beitrag als selbstständiger Blogger, und ich hatte extremes Lampenfieber. Ich darf jetzt nichts falsch machen, denn die ganze Welt kann sehen was ich hier schreibe, rumpelte es mir damals durch den Kopf. Das war heute vor vier Jahren.

Und, wie ist das heute, ein paar hundert Artikel später? Noch immer habe ich, wenn ich blogge Lampenfieber – mal mehr, mal weniger. Doch:

Wir sollten aufhören ständig in der Kategorie “es könnte etwas Schlechtes passieen” zu denken, wenn wir uns in die Öffentlichkeit begeben. Es könnte auch etwas Gutes passieren.

Ich musste grinsen, als mir dieser Satz kürzlich vor die Augen kam. Laut der Medienjournalistin Ulrike Langer stammt er von Jeff Jarvis. Ohne es irgendwann mal so auf den Punkt gebracht zu haben, aber genau darauf habe ich beim Bloggen immer gesetzt: Es könnte auch etwas Gutes passieren.

Und ich muss feststellen: Bislang hat mir niemand den Kopf abgedreht. Selbstverständlich habe ich auch Kritik zu hören bekommen – aber eben auch viel Zustimmung. Nebenbei: Auch im analogen Leben gibt es beides – Zustimmung wie Ablehnung.

Außerdem: Das mir das Schreiben mal Spass machen würde, hätte ich vor Jahren auch nicht gedacht. Mit dem Bloggen wuchs die Freude am Schreiben. Für mich ist das etwas Gutes.