Darf´s noch etwas Wikileaks sein?

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 2 Minuten

Es gibt Leute, die lesen nicht gern, lange Texte schon gar nicht. Schade, denn es gibt so viele fantastische Artikel im Netz – zum Beispiel der Artikel von Mario SixtusWer hat Angst vor Wikileaks?“. Damit auch diejenigen die keine Zeit haben so einen „langen“ Artikel zu lesen ein bisschen genießen können, hier einige Trüffel-Sätze daraus:

[…] Sich über die angebliche Verantwortungslosigkeit von Wikileaks zu echauffieren, ist in etwa so sinnfrei wie den Regen dafür zu beschimpfen, dass er regnet. […]

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum die aktuelle Debatte nicht zielführend ist; der wichtigste: Es werden die falschen Fragen gestellt. Die allerfalscheste lautet: Wie kann man sich vor Wikileaks schützen. […]

Eine wesentlich intelligentere Fragestellung wäre: Wie müssen Regierungen, Unternehmen, Institutionen sich anpassen, damit sie in einer Umwelt überleben können, in der Informationen gleichzeitig flüchtig und allgegenwärtig sind wie Sauerstoffmoleküle? […] Julian Assange […] schrieb […] Anno 2006:

“In einer Welt, in der das Leaken von Informationen einfach ist, werden geheimniskrämerische, ungerechte Systeme ungleich härter getroffen, als offene, gerechte Systeme.” […]

Regierungen, die im Interesse ihrer Bürger arbeiten und die Grundlagen ihrer Entscheidungsprozesse öffentlich machen, müssen Enthüllungen nicht fürchten; […]

Ein Staat besitzt keine Privatsphäre, er hat kein Recht auf Heimlichkeit. Er ist allein seinen Bürgern verpflichtet […]

[…] Die neuen Informationsumweltbedingungen, die wir dem Internet verdanken, sind eine enorme Chance für die Demokratie. Sie können […] führen, zu einer erzwungenen Annäherung zwischen Regierung und Regierten. Für diesen Fingerzeig in die Zukunft können wir alle Wikileaks dankbar sein. […]

Quelle: „Wer hat Angst vor Wikileaks?“, von Mario Sixtus, in „Kennzeichen Digital - Das Blog“, blog.zdf.de/zdfdasblog