Briefe an einen Blinden

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„Meinen Schreibtisch aufräumen“, war einer der Punkte die ich aufzählte, als mich eine Freundin heute Morgen fragte, was ich heute noch so vorhabe. Dieser Text ist Teil des besagten „Tagesordnungspunktes“. Denn seit Wochen liegt das Buch „Briefe an einen Blinden“ aus der Serie „Sr. Siri ermittelt“ von Colin Cotterill auf meinem Schreibtisch und wartet auf mein „gestrenges“ Urteil.

Einige meiner Leserinnen und Leser werden sich erinnern: Dr. Siri? Hatte er den nicht schon mal am Wickel? Sehr wohl, dem ist so: „Dr. Siri sieht Gespenster“, heißt das Werk, dem ich hier vor einiger Zeit Aufmerksamkeit schenkte.

Auch den Roman „Briefe an einen Blinden“ habe ich gern gelesen. Obwohl ich aus dem Bauch heraus sagen würde, dass das Buch „Dr. Siri sieht Gespenster“ mir einen Tacken besser gefallen hat. Vielleicht liegt es daran, dass es in dem Roman tatsächlich mehr Gespenster, also mehr irreale Begebenheiten zu lesen gibt.

Das Thema eines Krimis ist meistens ein Ernstes. Auch in „Briefe an einen Blinden“ gibt es Tote und Mörder. Dennoch gelingt es Colin Catterill, selbst in unmittelbarer Nähe der ernsten Ereignisse einen unaufdringlich Humor einzuflechten, der mich über den Großteil der Lesezeit schmunzeln ließ. Ich bin allerdings nicht sicher, ob dieser Eindruck nicht schon im Buch „Dr. Siri sieht Gespenster“ geprägt wurde. Denn der einzige Pathologe von Laos, der über siebzigjährige Dr. Siri, der vom Urahn aller Schamanen bewohnt wird, ist schon ein besonders skurriler Kriminalist.

Der Roman „Briefe eines Blinden“ ist nicht der „Lese-Hammer“. Er ist leichte, humorvolle, kurzweilige Unterhaltung und ein Stück weit ernster als „Dr. Siri sieht Gespenster“. Und ich kann mir gut vorstellen, auch noch das Buch „Dr. Siri und seine Toten“ zu lesen.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einhaken und erklären, warum ich hier, unter soheit.de, Bücher rezensiere. Dabei wollte ich auch der Frage nachgehen, weshalb ich einige Bücher hier nicht thematisiere. Ich habe mich jedoch entschieden, das in einem separaten Artikel zu schildern. Bis später also…