Bewerbung: Offene Gärten in Lippe 2011

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Was sagt schon ein Name? Was sagt schon ein Titel…

»Du kommst wie gerufen. Du kennst doch meinen Garten. Wie würdest du ihn beschreiben?« »Wozu willst du das wissen?« »Ich möchte mich für die Aktion „Offene Gärten in Lippe 2011“ bewerben. Dafür muss ich denen eine Kurzbeschreibung von meinem Garten zuschicken.«

»Ach die Geschichte«, ich erinnerte mich an unsere Gespräche vom vergangenem Jahr. »Auf jeden Fall würde ich mich auf die Fakten konzentrieren«, riet ich ihr. »Womit ich meine, dass ein japanischer Ahorn neben einer hand-verkrüppelten Kiefer noch keinen japanischen Garten macht.« Ich blätterte in dem Flyer zur Aktion vom Vorjahr und wurde fündig: »Wie stellst du dir einen Themengarten, einen Landhausgarten oder einen Wohlfühlgarten vor? Vermutlich hat dazu jeder eine Vorstellung. Aber was ist, wenn der Besucher deines Gartens eine andere Vorstellung von Themengarten hat als du? Dann ist dein Gast möglicherweise enttäuscht.«

In der Kurzbeschreibung des Gartens für die Bewerbung schrub sie daraufhin:

Der 1.500 qm große Garten mit Teich liegt direkt am Waldrand und wird von zwei Bächen eingerahmt. Auf schmalen Wegen können Sie den Garten bis in den beschaulichsten Winkel erkunden. Ein bunter Mix aus verschiedenen Gehölzen, Sträuchern und Stauden erwartet Sie.

Anmerkung der Redaktion: Vorstehendes Gedächtnisprotokoll beschreibt einen Dialog, der in der vergangenen Woche stattgefunden hat.