Wer bin ich?

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 2 Minuten

Ein Buchrücken mit dem Text: Deutsche
Beamten-Handbuch

»Ein Bild ist schon wichtig. Denn ich will ja wissen mit wem ich es zu tun habe«, erläuterte sie, als sie über ihre Erfahrungen bei einer Internet-Partnervermittlung berichtete.

Wieder musste ich daran denken, was mir schon mehrmals nahegelegt wurde. »Es wäre ein Stück weit authentischer, wenn du bei soheit.de deinen Hintergrund deutlicher erkennen lässt. Wer bist du? Was ist dein Job? Stehst du mittendrin oder außen vor? Soll heißen: Schreibst du den Artikel als ‚Betroffener‘ oder als ‚Beobachter‘?«

Zu Beginn von Sitzungen, bei denen sich die Teilnehmer unbekannt sind, wird oft darum gebeten, dass sich die Anwesenden kurz vorstellen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Leiter es doch gibt – und was man alles leiten kann…

Worauf will ich hinaus? Wir beurteilen Menschen nach ihrem Aussehen, ihren Interessen, nach ihrem sozialen Status, nach ihrer politischen Meinung… Und wir beurteilen sie daran, was sie sagen.

Doch nicht selten passiert es mir, und darauf bin ich bestimmt nicht stolz, dass ich nicht mehr richtig hinhöre, weil mir beispielsweise die Nase des anderen nicht gefällt, weil er ein merkwürdiges Hobby hat, oder weil er manchmal komische Ansichten vertritt. Man könnte auch sagen: Meine Aufmerksamkeit lässt zuweilen nach, weil ich „zuviel weiß“.

Und genau das wollte ich hier, bei soheit.de, vermeiden. Ich möchte mich mit den Lesern austauschen, ohne dass das was ich schreibe von dem was mich sonst noch ausmacht überlagert wird. Denn eigentlich finde ich es nicht entscheidend was jemand „zu sagen hat“, sondern was er sagt.