Voll mit Sinn!

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Übereinandergeschichtete Steine. Darauf liegen drei Anspitzer.
Außerdem steht darauf ein kleiner, aus ton modellierter
Elefant.

Das Gegenteil von Sinn ist Absinth. Voll mit Sinn (nach-voll-gend nur noch sinnvoll genannt) ist, wer nicht voll mit…

Ich er… hebe erneut da… an: Das Foto dort droben ist zum Beispiel voll mit Sinn. Entschuldigung, wir waren ja schon beim „Sinnvoll.“ Also: Das Foto ist sinnvoll. Kunst ist sinnvoll. Doch! Das ist so! Kunst ist sinnvoll. Selbstverständlich will das im Einzelfall begründet sein.

Zum Beispiel liefert ein speiübler, grüner Grundton, kombiniert mit einem kreisrund gehaltenen, bonbonfarbenen, tiefdunklen Blauton, gemalt auf einer 47 x 23,9 Meter großen Leinwand geradezu eine Steilvorlage für einen Gemäldetitel wie: „Sonnenuntergangsstimmung auf Pankreas.“ Oder war das Pangaea? Letztendlich ist es aber auch egal, womit da gerade unser aller Licht und Heizung verunglimpft wird. Die Hauptsache ist, die Erklärung ist phantasievoll. Ob das alles so stimmt, prüft eh niemand, wenn ihm vom Staunen gerade die Kinnlade auf den Kniescheiben schubbert.

Warum mich das jetzt wieder an Marketing erinnert, muss ich noch klären. Fest steht aber schon, dass wir uns in der morgigen Ausgabe mit der Frage beschäftigen: Ist was sinnvoll ist, immer auch ökumenisch?