Sonntagsregen

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*Sonn*tag und kein Regen, das ist nicht selbstverständlich, sondern nach meinen Wetteraufzeichnungen die absolute Ausnahme. Darüber kann man schreiben, dachte ich, und tat´s. Hiermit.

Doch wenn ich ehrlich bin: Eigentlich sollte der Titel Sonntagssegen lauten. Da ich jedoch nicht befugt bin einen solchen zu erteilen, suchte ich nach Vergleichbarem. Daher der Sonntagsregen. Sonntagsregen klingt einerseits ähnlich, ist aber andererseits unverdächtiger – so mein Gedankengang, mein schlichter.

Nur das mir dieser Sonntag, also der heutige, einen Strich durch mein glänzend ausgekugeltes Kalkül macht. Ausgerechnet heute, an einem Sonntag, scheint die Sonne – von wegen Sonntagsregen.

Dafür aber ascht es auf mein Haupt. Aber nicht nur auf meines, auch auf deines! Der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull-Gletscher sorgt dafür, das wir alle mal so richtig kräftig Buße tun können – sollen – müssen.

Doch nicht nur die drögen Deutschen, nein ganz Europa feiert Aschermittwoch an einem Sonntag – und das auch noch kurz nach Ostern. Kollektives „Asche aufs Haupt streuen“ ist angesagt! Von wegen hoch fliegen – aus der Traum für und vom Überflieger. Bodendecker sind zeitgemäß!

So lasset uns anstimmen zu einem dreifach kräftigen: Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa! So, das war zwar jetzt kein Sonntagssegen, aber ziemlich ergreifend war´s doch.

Schönen Sonntag noch.