Schreibemaschine aus der Eisenzeit

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Eine Schreibmaschine in einer
Wiese.

Ist sie nicht entzückend, die gute, alte Schreibemaschine von Olympia? Mit der Tippermaschine habe ich das Zehn-Finger-Bergsteigen gelernt. Das muss so in der Eisenzeit gewesen sein. Damals tipperte man noch von unten nach oben. Heute, bei den ergonomisch geformten Tastaturen, ist es eher umgekehrt.

Für das Fotoshooting habe ich das Modell eigens vom Dachboden in den Garten geschleppt. Ein Kraftakt sage ich Euch! Nun war der Eisenklotz zwar schön ordentlich verpackt, aber ungenutzt und ohne Pflegeöl hat er im Laufe der Jahre doch an Geschmeidigkeit eingebüßt. Ich habe es also schnell drangegeben, mehr damit zu tippern. Aber selbst wenn die Maschine noch im Vollbesitz ihrer ursprünglichen Beweglichkeit wäre, spätestens nach vier Sätzen hätte ich Wadenkrämpfe in den zweiten Fingergliedern.

Die Schreibhilfe ist übrigens aus dritter Hand. Nach der Überlieferung hat mein O-Papa damit seine Rechnungen geschrieben. Später war es mein Vater, der mit ihrer Hilfe seiner Korrespondenz eine förmliche Note gab.

Keine Bange, nostalgischer wird´s heute nicht - es ist Redaktionsschluss.