Schnell, schlank und nachhaltig

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Welches Programm benutzt du am häufigsten? Mit welchem Programm arbeitest du am liebsten? Aus welchem Grund ist das Programm dein Favorit?

Ich klammere mal E-Mail-Programme und Browser aus. Darauf werde ich später vielleicht noch mal eingehen.

Das im privaten Bereich am häufigsten von mir genutzte Programm ist TextMade. Ich benutze den Rechner überwiegend für das Schreiben von Texten. Also ist es naheliegend, dass ich vorwiegend ein Textverarbeitungsprogramm strapaziere. Allerdings: TextMade ist überhaupt kein (klassisches) Textverarbeitungsprogramm. TextMade ist ein universeller Texteditor.

TextMade ist auch das Programm, mit dem ich am liebsten arbeite. Warum? TextMade ist schnell und schlank (so wie ich halt). Microsoft Word oder OpenOffice Writer sind mir zu wuchtig. Es dauert mir schon zu lange, bis ich diese Textverarbeitungsprogramme im Zugriff habe.

Aber wie formatierst du deine Texte? In den meisten Fällen brauche ich die zusätzlichen Möglichkeiten die ein Textverarbeitungsprogramm gegenüber einem Texteditor bietet nicht. Viele meiner Texte landen auf Websites. Dort sorgt ein CSS für den Feinschliff. Ein weiterer, großer Teil meines Geschreibsels findet sich in E-Mails wieder. Auch für E-Mails bedarf es meines Erachtens keiner besonderen Formatierung.

Wie gesagt, ich schreibe viel. Für einen guten Text ist meiner Meinung nach nicht die Formatierung, sondern der Inhalt entscheidend. Daher verwende ich lieber mehr Zeit für das Ausfeilen von Sätzen, statt mich an der Formatierung eines Textes zu verausgaben.

Ja, hin und wieder benutze ich auch ein Textverarbeitungsprogramm – allerdings nur dann, wenn etwas gedruckt werden muss. Im privaten Bereich ist das äußerst selten der Fall. Beruflich kommt das schon häufiger vor. Wobei ich feststellen muss, dass ich mittlerweile auch beruflich häufiger auf einen Texteditor als auf ein Textverarbeitungsprogramm zurückgreife.

Texte, die ich mit einem Texteditor schreibe, speichere ich im txt-Format ab. Ein Grund dafür ist, dass ich davon ausgehe, dass sich txt-Dateien die ich heute erstelle, sich auch in zehn Jahren noch von einem Programm bearbeiten lassen. Bei den üblicherweise von den gängigen Textverarbeitungsprogrammen erzeugten Datei-Formaten bin ich mir nicht sicher, ob das möglich ist.

Ein anderer Grund ist, txt-Dateien sind kleiner. Eine leere Seite mit einem Texteditor als txt-Datei gespeichert, ist 0 KB klein. Eine leere, mit einem Textverarbeitungsprogramm gespeicherte Seite ist zwischen 8 und 20 KB groß.

Bislang konnte jeder, dem ich eine txt-Datei zugeschickt habe, diese öffnen und nutzen. Das kann ich jedoch nicht von im doc- oder odt-Format gespeicherten Dateien sagen (Microsoft Word bzw. OpenOffice Writer). Da ich mich bemühe barrierefrei zu arbeiten, ist es für mich wichtig, dass der Empfänger meiner Text-Datei diese auch problemlos öffnen kann. Mit Text-Dateien im txt-Format ist das weitestgehend gewährleistet.

Das ich mich so auf Editoren wie TextMade eingeschossen habe, hat einen „historischen“ Hintergrund. Hin und wieder schreibe ich auch Codeschnipsel mit PHP, bastele ein CSS, erstelle HTML-Dokumente und so weiter. Und für solche Tätigkeiten sind Editoren wie TextMade eigentlich gedacht.

Nun, wenn ich das Werkzeug Editor doch schon geöffnet habe, warum sollte ich damit nicht auch gleich die Memos schreiben.

Habe ich alle Argumente zu meinem Lieblingswerkzeug Texteditor und zum nachhaltigem txt-Format gebracht? Wenn mir noch welche einfallen, schiebe ich sie nach.

Ergänzung:

Mein Lieblingswerkzeug heißt nicht TextMade sondern TextMate. (Ich bin auch manchmal was von schusselig.) Das Pendant zu TextMate für Windows ist E. Vielen Dank Marten für die Hinweise.