Passfoto digital

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»Mein Personalausweis ist abgelaufen, ein neuer muss her«, lies mich meine Mutter wissen, womit sie mir auch zu verstehen gab: ›Leite er das bitte in die Wege, Sohn!‹

Ich, meine Digital-Kamera hervorgekramt, Mutter an die Wand, die weiße, gestellt, und Fotos geschossen. Anschließend, noch immer stolz auf mein Werk, das Meldeamt, was Neudeutsch Bürgerbüro heißt, angerufen und gefragt: »Habe ein schönes Foto von meiner Mutter, wo wollt ihr´s hinhaben?«

»Ein digitales Foto für den Personalausweis? Nein, das Foto musst Du uns ausgedruckt, eben als Passfoto, zukommen lassen«, bekam ich zur Antwort, und: Ich solle mir mal die Foto-Mustertafel der Bundesdruckerei anschauen.

Das Foto sollte (insbesondere bei der Aufnahme mit einer Digitalkamera) auf hochwertigem Papier mit einer Druckauflösung von mindestens 600dpi vorliegen. […] Das Foto darf keine Knicke oder Verunreinigungen aufweisen.

[Quelle: bundesdruckerei.de]

Nach dem Einscannen bekäme ich das Passfoto zurück, wurde mir auf Nachfrage noch mitgeteilt.

Komisch, ich erstelle ein digitales Foto, drucke es aus, damit es anschließend wieder eingescannt, also digitalisiert wird. Welchen Sinn macht das?

[Aktualisiert 26.8.2010:]

Ich habe es mir kürzlich angesehen: Es ist wirklich so, das ehedem digitale, dann auf ein Stück totem Baum gebannte Passfoto wird eingescannt und somit erneut digitalisiert… Tja, ich frage mich, ob Marten da durchgängig richtig liegt, wenn er sagt:

Die Welt wird nie wieder analog.