Nicht erschrecken

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Kleine, verschieden farbige
Stäbchen.

»Ach, sie brauchen ein Foto für die Schwerverbrecherkartei?« Die nette Fotografin brachte es auf den Punkt. Ich wollte ein Passfoto von mir machen lassen – und zwar eines für den neuen Personalausweis (ich berichtete).

Bevor sie mir die Fotos einige Minuten später auf dem Bildschirm zeigte, wandte sie sich mir kurz zu und meinte: »Nicht erschrecken…«. Aber ich ahnte bereits, was auf mich zukommt. Ich hatte schon einige Passfotos auf neuen Personalausweisen gesehen. Keine Ahnung warum man für ein Ausweisfoto unbedingt so drein schauen muss, als würde man im nächsten Augenblick von den vier apokalyptischen Reitern überrannt.

Wie beim alten, muss man auch für den neuen Personalausweis unbedingt eine gedruckte Version des Fotos vorlegen, damit es im Bürgerinnenbüro ordnungsgemäß eingescannt und erneut digitalisiert werden kann. Willkommen im digitalen Zeitalter! Ich fress´ einen Schneeschieber, wenn dafür nicht jemand ganz viele, große Scheine von diversen Scanner-Produzenten bekommen hat.

Aber welche Freude, wenn das gedruckte Foto eingescannt wurde, bekommst du´s zurück! Und genau das ist der Fortschritt! Denn früher, bei den ganz alten, grauen Ausweisen, wurden die Dinger in den Ausweis eingeklebt (und davor eingelocht).

Doch was soll ich mit so einem abschreckenden Foto machen? Vielleicht könnte ich damit aufdringliche Mädels in die Flucht jagen: »Hey! Schau mal hier, das ist mein durchgeknallter Bruder…« Aber ob das wirkt? Mann weiß es nicht.

Kurzum: Derartige biometrische Passfotos kosten zwar, sind jedoch lediglich mit dem neuen Personalausweis kompatibel. Apropos Personalausweis & Kosten: Unter ndr.de gibt es ein nettes Video dazu: „Toll: Der neue Perso (CC)“.