Live Häppchen bloggen

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Ein Auge.

»Warum hast du in die Berichterstattung „gemeinsamfeiern.lippeblogs“ so viel Energie investiert?«, wurde ich verschiedentlich gefragt.

Mein Ziel war es zu zeigen, wie lebendig und zeitnah beispielsweise ein Verein, der eine Veranstaltung ausrichtet, darüber im Netz berichten könnte.

Im Vorfeld gilt es Appetit zu machen. Das funktioniert meines Erachtens sehr gut, wenn man dazu kleinere, schmackhafte Häppchen, beispielsweise von einzelnen Programmpunkten, serviert.

Während die Veranstaltung noch auf vollen Touren lief, habe ich immer wieder mal ein Foto, ein paar Gedanken oder eine Anekdote dazu eingestellt. Zugegeben, derjenige der das macht, hat nichts von der Feier.

Und nach der Veranstaltung gibt es oft noch Dinge zu erzählen, von denen man beim „live Häppchen bloggen“ noch nicht berichtet hat – zum Beispiel weil man sie vergessen hat, oder weil man nicht dazu gekommen ist.

Abschließend bietet sich auch die Möglichkeit, sich bei den einzelnen Akteuren zu bedanken. Und es lässt sich ein Fazit ziehen: Was war gut und was machen wir bei der nächsten Feier besser.

Bei der Jubiläumsfeier war die Veranstaltungsfläche sehr groß. Ich habe mir die Hacken abgelaufen, um möglichst viele Programmpunkte zu erfassen – also um Fotos zu machen und um Eindrücke aufzuschnappen. Diese Arbeit hätte man auch gut auf mehrere Schultern verteilen können.

Ich würde aber nicht empfehlen, das Fotografieren und das Texten zu trennen. Ein Grund ist, dass der Fotograf nicht nur ein Bild, sondern für sich auch Stimmungen und Eindrücke einfängt.

Sicher, ich hätte auch am Ende des jeweiligen Festtages die Blogbeiträge schreiben können. Es gibt Veranstaltungen, bei denen das nicht anders möglich ist. Vergangenes Wochenende habe ich mich aber für eine beinahe Live-Berichterstattung entschieden.

Auf diese Weise lässt sich meines Erachtens besser die Stimmung zu einzelnen Programmpunkten oder Situationen transportieren. Und ich denke, dass die Leserinnen und Leser das ein bisschen gespürt haben. Außerdem werden nach meiner Beobachtung die vielen, einzelnen Häppchen lieber gelesen, als ein langer Tages-Bericht (wie zum Beispiel dieser).

»Gemeinsamfeiern.lippeblogs.de ist nicht dein Blog. Hast du nicht deine Seele verkauft? Dort konntest du doch gar nicht authentisch sein.«

Verkaufen wir nicht ständig unsere Seele? – Gut, ich hätte viele Beiträge auch bei soheit.de einstellen können. Aber bei gemeinsamfeiern.lippeblogs.de hatte ich eine größere Bühne, auf der ich „indirekt“ mein primäres Ziel (siehe oben) einem größerem Publikum vermitteln konnte.

Sicher, bei soheit.de wäre ich an einigen Stellen deutlicher geworden, als bei gemeinsamfeiern.lippeblogs.de. Das kann und werde ich voraussichtlich hier noch nachholen. Aber wenn ich dort zum Beispiel von der tollen Musik geschrieben habe, habe ich das tatsächlich auch so empfunden.

Mein Fazit von der Aktion:

Es war viel Arbeit, aber es hat Spass gemacht. Und vielleicht habe ich damit auch den ein oder anderen Veranstalter auf eine Idee gebracht…