Keine Ehrfurcht vor der Kunst!

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Es ist entsetzlich! Man muss sich dort mal hineinversetzen:

Da wird der genialen Künstler aufgefordert, er müsse von seinem viel beachtetem Kunstwerk zehn, besser fünfzehn Zentimeter abschneiden, weil es sonst nicht in den Bilderrahmen passt.

Oder: Der weltweit angesehene Schriftsteller möge seine jüngste, allseits hochgelobte Abhandlung doch um 200 Seiten eindampfen, weil das Buch sonst zu schwer wird.

Ja, genau so etwas ist mir passiert!

»Schön das ich sie erreiche!«, leitete der Chef der Werbeagentur sein Anliegen ein, »Könnten sie das Grusswort für das [piep]-Jubiläum von [piep] wohl um drei, vier, besser fünf Zeilen einschrumpfen lassen? Es passt sonst einfach nicht ins Format. Außerdem hat der Herr [piep] ein viel kürzeres Grußwort abgegeben. So kann ich die beiden Grußworte unmöglich nebeneinander in die Festschrift stellen.«

Was interessiert mich der Herr [piep]? Und wenn es der Landrat wäre! Kann ich was dafür, wenn dem [piep] nichts einfällt?