Ich kann´s nicht übersetzen

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Grafik mit einem
@-Zeichen

Wo wir gerade beim Thema „Verrohung“ sind: Bisweilen bekomme ich E-Mails, bei denen es mir schwer fällt sie zu übersetzen.

Denn es gibt Schriftsteller, die ihre Informationen und Gefühle statt mit Worten, kraft einer sehr erfindungsreichen Kombination von Buchstaben, Zahlen und Zeichen zum Ausdruck bringen möchten.

Dieser modernen Form von mittels Tastatur erzeugter Stenografie begegne ich regelmäßig auch in allen Bereichen des Mitmachwebs. Die „Szene-Schriften“ erinnern mich an das facettenreiche Plattdeutsch. Früher hatte jedes Dorf sein eigenes Platt. Auch das führte immer wieder zu Problemen bei der Verständigung.

Ich liebe die Kreativität. Aber mir ist es wichtiger, dass die Leser meine Texte lesen können, ohne dafür erst eine „Dechiffrierungsmaschine“ installieren zu müssen. Es liegt mir fern, unnötige Hürden zu bauen und dadurch vielleicht Leser auszugrenzen.

Wenn wir uns nicht auf einen „Code“ einigen, weil uns unsere selbstkreierten, nur noch von Eingeweihten lesbaren Schriften wichtiger sind, ist das nicht nur für das Mitmachweb von Nachteil.

Wir haben eine wunderschöne Sprache mit einer fast unbegrenzten Möglichkeit von Wortkombinationen. Für den der beim Texten gern kreativ ist, ist sie geradezu ein Eldorado.