Ich bin dann mal unten durch

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Die Einfahrt in einen
Straßentunnel.

Es gibt ja Leute, die wollen mit Lügde, gesprochen L*ü*chte (Achtung: Die Betonung liegt auf dem „Ü“) nichts zu tun haben. Ich kann eine solche Einstellung zwar nicht nachvollziehen, aber wir L*ü*chter sind ja furchtbar tolerant. Für diese Leute haben wir extra ein großes Loch in die Erde gebuddelt (buddeln lassen) – da fährst Du kurz vor Lügde rein und kommst kurz hinter Lügde wieder raus. Das funktioniert übrigens von beiden Seiten und umgekehrt auch.

Wenn Ihr also mal jemanden sagen hört: »Ich bin dann mal unten durch«, dann mag der Lügde nicht und ich den nicht.

In den vergangenen Monaten gab es doch tatsächlich drei bis sieben Leute, die waren so rotznäsig und wollten mir den Tunnel madig reden. »Bäh! Der Tunnel ist doch viel zu teuer für Lügde! Bäh, das ist doch alles blöd! Eine Trasse wäre besser gewesen…« Naja, sollte ich darauf reagieren? Ich hab´s gelassen. Wie gesagt: Echte Lügder sind großmütig. Und – eine Brücke wie die in Lage, ist für mich keine Alternative.

Bevor jetzt alle mal „unten durch“ sein wollen – im Moment geht das noch nicht. Irgendwann im Oktober soll´s soweit sein, dann werden im Tunnel feierlich-vorweihnachtlich die Lichterketten angezündelt. Ich gehe stark davon aus, dass sich der neue Landesfahrradminister das nicht entgehen lässt. Allerdings: Das ist ein SPD-Mann – der kommt bestimmt nicht mit dem Fahrrad. Aber: Lügder sind ja nachsichtig.

Wo ich gerade beim Thema bin – Fahrradfahrer sollten den Tunnel weiträumig umfahren. Wobei - den Hinweis hätte ich mir sparen können, schließlich sind Fahrradfahrer die mit Abstand vernünftigsten Verkehrsteilnehmer. Oder will sich hier jemand mit mir anlegen?