Frauen und Kognition

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Das Blatt eines
Ginko-Baumes.

In dieser Woche musste ich mich mit einer Aussage aus der Damenwelt beschäftigen, die mir zu denken gab. Obwohl – eigentlich waren es zwei Aussagen…

Ich beginne mit der Aussage, die mir als erste zugetragen wurde. Das entspricht der mir so sehr vertrauten, chronologischen Behördenheftung. Ursprünglich hatte ich nicht vor, diese Aussage hier zu thematisieren. Aber ich glaube, dass sie gute Dienste leisten kann, um die „Problematik“ zu erhellen.

Aussage 1:

Wenn immer eine Frau lügt, geschieht dies aus guten und ehrenwerten Gründen und im Interesse aller.

Das ist das Fazit einer Geschichte, die mich in Gänze in Form einer PDF-Datei erreichte. Das Netz ist voll von der Story (Beispiel: bluhnah.blogspot.com).

Die zweite Aussage ist mir von einer lieben Bekannten zugetragen worden. Sie berichtete mir, dass der Freund einer ehemaligen Kommilitonin „Schluss gemacht hat.“ Verblüfft hat mich nicht das Resümee meiner Bekannten, sondern ihre feste Überzeugung, dass ihre Zusammenfassung Allgemeingültigkeit habe.

Daraufhin habe ich eine andere Bekannte gebeten, zu dem Fazit Stellung zu nehmen. Auch sie war sich sicher: Diese Aussage ist objektiv korrekt. Hier nun sinngemäß die

Aussage 2:

Wann immer Männer „Schluss machen“, haben sie bereits eine andere Frau „an der Hand“.

Selbst als ich spontan mehrere Passagen aus meiner umfangreichen Biografie zitierte, in denen ganz andere Motive zu gleichem Handeln führte, ließen sich die beiden Damen nicht erweichen. Mit Reaktionen wie: Ich sei nicht vergleichbar, ich sei kein typischer Mann, schoben sie meine Einwände beiseite.

Nun, es waren derart erquickende Argumente die ich zu hören bekam, dass ich mich entschlossen habe, die Aussagen auch hier zur Diskussion zu stellen.

Vorher noch eine Frage: Könnte es sein, dass es sich bei den genannten Aussagen um klassische Fälle von kognitiver Dissonanz, beziehungsweise der Auflösung dieser Dissonanz handelt?