Fahrradständer mit Airbags

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Eine Spinne

Es sei manchmal gar nicht so einfach, bei diesen Schneemassen morgens sein Auto frei zu buddeln, schrub mir gestern ein Freund aus dem lippischen Schwalenberg. Das erste Problem sei, sich für die richtige Schneepyramide zu entscheiden. Er habe schließlich keine Lust, Nachbars Auto auszugraben.

Eigentlich kann er sich glücklich schätzen. Sein Auto ist ein Jeep. Bei dem Schnee das ideale Fahrzeug. Damit kommt er überall durch. Er meinte aber: »Ich fürchte, einige werden sauer sein, wenn das Bodenblech über die Dächer ratscht. Das gibt immer so hässlich, tiefe Kratzer in den Firstpfannen.« Probleme haben die Leute…

Ich bevorzuge ja nach wie vor das Fahrrad. Wobei es bei dieser Jahreszeit realitätsnäher ist, von einem Zweirad zu sprechen. Denn das Fahrradfahren erinnert derzeit mehr an Staccato-Aktrobatik. Gerade hast du dich gefreut, dass du sieben Meter ohne große Schlangenlinien fahren konntest, da taucht aus dem Nichts mal wieder eine anderthalb Meter hohe Schneewehe auf. Wenn du damit mit kollidierst, dann ist das so, als würdest du mit gefühlten 50 Stundenkilometer direkt in einen Fahrradständer mit Airbags hämmern. Aber was tut man nicht alles für die Gesundheit.

So, und bevor Ihr mir jetzt 87,34 Kommentare unter diesen Artikel trommelt, hier noch die Erklärung zum Foto: Bei diesem Wetter jage ich doch keine Spinne vor die Türe.