Ein schönes Attentat

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Eitan Einoch hat einen guten Job in einer modernen Firma in Tel Aviv und lebt mit seiner Freundin zusammen. Während einer Busfahrt zu seiner Arbeitsstelle führt er ein kurzes Gespräch mit einem jungen Mann. Der Mann befürchtet, dass einer der Bussinsassen ein Attentäter ist:

»Hör mal, falls mir was passiert, möchte ich, dass du meiner Freundin Schuli in Jerusalem sagst, dass du ihr sagst…«

Kurze Zeit nachdem Eitan an der Haltestelle in der Nähe seiner Firma ausgestiegen ist, wird der Bus von einem Attentäter zur Explosion gebracht. Auch der junge Mann mit dem er sich unterhalten hat, kommt dabei ums Leben. Eitan begibt sich auf der Suche nach Schuli, findet sie und verliebt sich in sie…

Nachdem er zwei weitere Attentate wie durch ein Wunder überlebt hat, wird er zu dem Interviewgast bei den Medien. Doch die Attentate und der Medienwirbel um seine Person bringen ihn nach und nach aus der Spur…

Fahmi Sabih spricht nicht mehr. Er hängt an vielen Schläuchen, die ihn am Leben halten. Er hört das Pflegepersonal, er hört seine Schwester und seinen Vater, wenn sie ihn besuchen. Der Arzt stellt Pupillenreaktionen fest. Alle hoffen…

In diesem Zustand erzählt Fahmi seine Geschichte. Er erzählt von seinem Großvater, der ebenfalls Fahmi hieß und Attentäter war. Er erzählt von seinem Vater, der gern gesehen hätte das er studiert. Und er erzählt von seinem Bruder, der ihm beigebracht hat, wie man tötet…

Gibt es eine Verbindung zwischen Eitan und Fahmi?

Der Roman „Ein schönes Attentat“ von Assaf Gavron ist ein eigenwilliges Werk. Wer eine pathetisch erzählte Geschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Im Einband des Buches ist eine sehr passende Beschreibung zu finden:

[…] ein rasanter, tragikomischer Roman über den alltäglichen Wahnsinn im Nahen Osten […]