Die Lügder Anden

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Blick auf die historische Altstadt von
Lügde.

Das Wetter in den vorangegangenen Tagen war annähernd so gut wie meine Kondition, sodass ich weit mehr schaffen konnte, als ich auf dem Zettel hatte. Soll heißen, ich nahm mir die Zeit für einen Ausflug am hellichten Samstagnachmittag. Soheit dazu.

Kommen wir zum Ausflug. Das Bild „über mir“ zeigt den Ort meines Hauptwohnsitzes: Lügde im Lipper Bergland. Womit wir schon beim Thema wären: Die ganz Großgemeinde Lügde im Lipper Bergland. Insider wissen von welchem Standort ich das Foto geschossen habe – vom Osterberg. Just von dort werden jedes Jahr am Ostersonntagabend die sechs Osterräder ins Tal gejagt.

Erinnert Ihr Euch an den Artikel „Lippeschön“? Aufhänger des Textes ist ein Foto vom „Gipfelkreuz“ der Herlingsburg hinüber zum Köterberg. Zur Veranschaulichung, „unter mir“ ein Foto von der Herlingsburg. Mein Bruder schwärmt gern, wenn er, oben auf der Herlingsburg stehend zu den umliegend Bergen oder hinunter auf den Schiedersee schaut, von den „Lügder Anden“. Für mich ist die Herlingsburg „unser Kailash“. Wie auch immer, was von der einen Richtung geht, geht auch umgekehrt. Die Aufgabenstellung lautete also: Foto vom Köterberg hinüber zur Herlingsburg.

Blick auf die
Herlingsburg.

Der Köterberg (siehe Foto unten), ist laut Wikipedia 495,8 Meter hoch. So ist´s, welch Wunder, auch unter luegde.de nachzulesen.

Meine Ma und ihr Zwillingsbruder, was irgendwie mein Onkel ist, behaupteten kürzlich stur und hartnäckig, der Köterberg sei über 500 Meter hoch. Wobei sie das „Über“ besonders betonten. Das hätten sie damals in der Schule so gelernt, ließen sie mich mit erhobenen Zeigefinger wissen. Vielleicht schrumpfen ja auch Berge wenn sie älter werden, habe ich, versöhnlich wie ich zuweilen bin, ihnen angeboten. (Da sieht man mal wieder: „versöhnlich“ kommt von Sohn.) Einstweilen haben sie´s geschluckt. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass mein Onkel bei Nacht und Nebel mit der Messlatte losrennt.

Blick vom Köterberg (Ortsteil von Lügde) zum Köterberg
(Bergspitze).

Auftrag erfüllt, Schulterklopfen, Händeschütteln, warme Worte, alle wussten es schon immer – auf einmal (!) – der Mensch hat´s drauf! – Ich stehe auf dem Köterberg, in einigen Regalen auch als Monte WauWau geführt, und fotografiere die Herlingsburg – siehe hier:

Blick vom Köterberg in Richtung
Herlingsburg.

Zur Orientierung: Die Windmühle in der Mitte des Bildes zeigt mit ihrem mittleren Zeigefinger genau darauf. Absolut sicher bin ich mir allerdings nicht. Die korrekte Richtung ist es aber allemal. Einer der Hügel wird´s schon sein. Sucht Euch einfach einen aus…

Abschließend noch ein bisschen Ortsteilkunde. Das nachstehende Foto zeigt rechts den Lügder Ortsteil Falkenhagen und links, unterhalb der Windmühlenfarm, den Ortsteil Sabbenhausen, oder wie mein Vater immer sagte: Samsen.

Blick vom Köterberg auf die Lügder Ortsteile Sabbenhausen und
Falkenhagen.

Hinter diesen Bergen, bei den Sieben Quellen, da liegt übrigens Lügde.

Pausenklingeln. Ungeduldige, fragende Gesichter. – Na, geht schon raus. Aber nächste Stunde machen wir weiter!