Aus der Welt des Ungefähren

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 1 Minute

Eine
Häuserzeile

Das soll ja vorkommen, man wacht morgens auf und kann sich sogar noch an Teile eines Traumes erinnern. Und schon rattert sie los, die Denkmaschine, und versucht, das „Strandgut“ des Traumes zu interpretieren.

Als ich heute Morgen aufwachte, schob sich von dem Traum nur noch ein Satz in mein Bewusstsein – keine Bilder, nur der Satz:

„Je erfüllter der Alltag desto zweifelsfreier das Leben – eigentlich.“

Warum ausgerechnet diese Aussage? Wieso nicht „Je tiefer der Wald, desto runder der Ball“? Dann hätte Deep Thought kurz einen Kontrollstreifen ausgespuckt auf dem fett und gesperrt die „42“ zu lesen gewesen wäre, und ich hätte meine Ruhe gehabt.

Stattdessen so ein Satz der mir vermutlich vermitteln will, dass selbst großer Arbeitseifer eine Form der Tarnung von Angst sein kann – dass hinter der üppigste Fassade von Betriebsamkeit gleichwohl ein instabiles Gebäude stehen, ein sehr zerbrechlicher Charakter wohnen kann.

Und dann diese Relativierung: „eigentlich“, gewissermaßen als I-Tüpfelchen. Das soll wohl heißen, dass das beständige Verdrängen der Angst zu einem Bumerang werden kann, der einen, wenn man von ihm getroffen wird, viel schmerzhaftere Verletzungen zufügen kann, weil man unvorbereitet ist.

Wollte mir das der Traumfetzen sagen?