Warum gibt es die Krawatten-Pflicht?

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Grafik mit dem Text - Sonst noch
Probleme?

Mag sein, dass es für viele ein abgelutschtes Thema ist, auf dem ich da so rumreite. Vorweg: Mir ist es piep-egal, wenn Mann Krawatte trägt. Das stört mich überhaupt nicht.

Mich stört jedoch, dass viele Mitmenschen stur daran festhalten: »Eine Krawatte zu tragen ist bei besonderen Anlässen oder bei bestimmten Tätigkeiten Pflicht. Basta!« Nun steht aber ein “Basta” meistens, und in diesem Fall besonders, für Hilflosigkeit, oft hervorgerufen durch Argumentationsarmut.

Zufällig bin ich vorhin auf einen älteren Artikel von Dietmar Bartz gestoßen. Die Einleitung des Beitrags:

Der Turban steht für Angst und Schrecken, Freiheit und Aufklärung, Fort- wie Rückschritt. Vor allem aber ist er ein interkultureller Botschafter, der sich tief im Abendland verwurzelt hat.

[www.taz.de]

Geringfügig modifiziert geht der erste Satz aber auch so:

„Die Krawatte steht für Angst und Schrecken, Freiheit und Aufklärung, Fort- wie Rückschritt.“

Ich halte die Krawatten-Pflicht heutzutage mindestens für einen Rückschritt.

Übrigensens: So ganz ohne Aktualität ist das Thema nicht. Das Landgericht Mannheim erklärte jüngst die Entscheidung eines Richters, der im vergangenem Jahr zwei Juristen zurückgewiesen hat, weil diese keine Krawatte unter der Robe getragen haben, für rechtswidrig. [stuttgarter-zeitung.de]

Warum es in einigen Bereichen immer noch eine Krawatten-Pflicht zu geben scheint, ist mir nach wie vor ein Rätsel.